Handschellen wegen Blondie

Ein Demonstrant verhöhnt den gewählten US-Präsidenten Donald Trump als "unheimlichsten Clown jemals". Foto: dpa

Wir haben uns bei der CIA erkundigt, aber die erwägen nach eigener Aussage nicht, den zukünftigen angeblichen US-Präsidenten Donald Trump, Blondie, wie wir ihn nennen, als...

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. Unter dem Motto „Ooochch, du fröhliche“ haben wir mit größtem Interesse registriert, dass nach unseren launigen, aber doch stets wohlmeinenden Betrachtungen über Blondie in der vergangenen „Woche“ ein Shitstorm von Trump-Fans über uns hereingebrochen ist. Einige haben gefordert, man solle uns rausschmeißen. Leute, bleibt cremig, so was haben auch schon Helmut Kohl, Daniela Katzenberger und die Queen gefordert. Wer glaubt ihr, dass ihr seid? Wir sind sicher, dass Trump diese Aktion höchstselbst angestoßen hat, nachdem es ihm wie Schuppen aus der Haartolle fiel, dass da in Deutschland schlecht über ihn geschrieben wird. Deshalb unser Angebot: Alder, lass uns das beide ohne deine Shitstorm-Fuzzis wie Männer regeln, sagen wir, am Zweiten Weihnachtsfeiertag um 6 hinterm Mainzer Dom. Aber zieh‘ dir was auf den Kopf, ist immer zugig dort, wäre schade um deine Frisur.

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Wobei, eigentlich spielt uns so ein Tohuwabohu gut in die Karten, denn im Grunde unserer schwarzen Seele wollen wir am liebsten mal so berühmt werden wie Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht gegen Erdogan, wobei wir aber jetzt keinesfalls Blondie in irgendeine Verbindung mit Ziegen bringen wollen. Erdogan hatte, kein Witz, in Mainz Strafanzeige gegen Böhmermann gestellt, und alleine die Vorstellung, dass uns die Leidende Mainzer Oberstaatsanwältin irgendwann einmal entgegentritt, mit leicht verschleiertem Blick sagt „Wir müssen reden“ und dann Handschellen hervorholt – Kinder, fragt die Mama –, das wäre schon grandios.

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Wir lesen in der Süddeutschen Zeitung, dass Trump jetzt offiziell zum Präsidenten gekürt wurde, von Weihnachtsmännern....kleiner Scherz, von Wahlmännern. „In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt“, erläutert die Zeitung. Nein, sondern von einem Gremium aus Facebook, Google, McDonalds und der Cosa Nostra, behaupten ganz böse Zungen. Die Zeitung weist auch darauf hin, dass der US-Geheimdienst immer noch untersucht, ob Russland die Wahl zugunsten Trumps beeinflusst hat. Da wird es den US-Geheimdienst vielleicht interessieren, dass unter den Wahlmännern auffällig viele mit Pelzmütze und Balalaika gesichtet worden sein sollen.

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Neues von unseren Lieblingschaoten: der Bahn. Also, die Deutsche Bahn hat definitiv aufgehört mit, Achtung, jetzt bloß keinen Tippfehler machen, mit Nachtzügen. Dafür ist, kein Scherz, die Österreichische Bahn zumindest teilweise eingesprungen, wobei eingesprungen ein schwieriges Wort ist im Zusammenhang mit Nachtzügen. „Die Österreichische Bahn glaubt an den Nachtzug“, erfahren wir bei n.tv. Gut, manche Leute glauben auch an den Weihnachtsmann. Als Namen schlagen wir vor: Sissi-Liner, Romy-Schneider-Express oder Kaiserschmarrn-Bähnchen. Wie meinen? Nein, von „FPÖ-Bahn“ raten wir ganz dringend ab. Wir schließen mit dem bekannten österreichischen Gruß „Küss die Hände//E(ä)nde.“

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Da kommt uns in den Sinn, dass wir völlig vergessen haben, den 25. Geburtstag des ICEs zu würdigen! 1991 fuhr erstmals ein ICE von Bonn nach Kassel-Wilhelmshöhe, damals an Bord als Ehrengast: Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Gott hab' ihn selig. Die Bahn dachte wohl, okay, der Mann hat den Zweiten Weltkrieg überlebt, das ist der richtige Pate für so eine Jungfernfahrt. 25 Jahre ICE, das heißt auch: Dafür gibt's das Spottabzeichen in Silber! Im Geiste immer mit an Bord: Michael Holm („Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“) und Elvis Presley („Love me, Tender“). Der allererste ICE ist laut böser Zungen nie wieder aufgetaucht, hat sich wohl verfahren. Durchsagen für die Ewigkeit, die wir uns erträumten: „Meine Damen und Herren, unser Zug hat drei Tage Verspätung, der Zugführer will sich aus Verzweiflung auf die Gleise legen.“ Oder: „Bitte alle aussteigen, der Zug verendet hier.“