„Funk“: Erste Nutzerzahlen liegen vor

2,05 Millionen Mal haben Nutzer Funk auf Youtube abonniert, auf Facebook gibt es 350 000 Fans. Das hat das Jugendangebot von ARD und ZDF dieser Zeitung auf Nachfrage...

Anzeige

MAINZ. 2,05 Millionen Mal haben Nutzer Funk auf Youtube abonniert, auf Facebook gibt es 350 000 Fans. Das hat das Jugendangebot von ARD und ZDF dieser Zeitung auf Nachfrage mitgeteilt. Die Verantwortlichen sagen, sie freuten sich über die Zahlen, es gebe aber noch „Luft nach oben“.

Funk ist erst Anfang Oktober an den Start gegangen. Die Idee dahinter: ARD und ZDF produzieren Nachrichten und Unterhaltung für Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, zeigen dieses aber nicht über einen klassischen (analogen) Fernsehkanal – sondern ausschließlich über Plattformen im Internet. Die 2,05 Millionen Funk-Abos auf Youtube entsprechen nicht 2,05 Millionen Nutzern. Da jeder, der mehrere Kanäle in Anspruch nimmt, mehrfach mitgezählt wird. Zwischen Oktober und März hatte Funk nach eigenen Angaben 103 Millionen Abrufe auf Youtube und 44 Millionen Abrufe über Facebook.

Das Jugendangebot steht in seiner Gründerzeit vor zwei Aufgaben: zum einen Programm aufzubauen. War Funk im Oktober noch mit gut 40 Formaten gestartet, sind es mittlerweile bereits 60 Formate.

Die zweite Aufgabe besteht darin, das Angebot zu den Jugendlichen zu führen: „Es bringt uns nichts, die tollsten Inhalte zu haben, wenn sie unsere Nutzer nicht erreichen“, teilt Funk mit. Das bedeutet: Das Angebot müsse in die Facebook-Timelines, Instagram-Feeds und Youtube-Video-Empfehlungen hinein.

Anzeige

Einfacher ausgedrückt: Der Sender ist auf digitale Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen. Die Nutzer sollen die Beiträge auf Facebook teilen und damit für ihre Freunde einen Anreiz setzen, sich es dann ebenfalls anzusehen. Das gelingt unterschiedlich gut und schnell: So hatte das Comedy-Format „Kliemannsland“ im Oktober auf Anhieb 8077 Follower, also Fans auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Die Talkshow „Auf Klo“ startete indes mit lediglich 245 Followern.