EMA lässt Moderna-Impfstoff für Jugendliche zu

aus Coronavirus-Pandemie

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Eine Flasche, die den amerikanischen Impfstoff Moderna enthält. Seit Januar wird er in Deutschland verimpft. Foto:dpa

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat grünes Licht für den Einsatz des Moderna-Impfstoffs bei Jugendlichen ab 12 Jahren gegeben.

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MAINZ. Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Das Präparat von Moderna "Spikevax" wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent.

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Unterdessen hat die EMA mit der Prüfung eines weiteren Impfstoffes begonnen, den der französische Pharma-Konzern Sanofi zusammen mit dem britischen Unternehmen GSK entwickelt hat. Ein Zeitplan für die Zulassung steht noch nicht, aber der Stoff – der ebenfalls doppelt verabreicht wird – zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er nicht so kühl gelagert werden muss wie zum Beispiel mRNA-Stoffe.

Von dpa