Corona-Krise: Polizei und Feuerwehr helfen mit Musik

aus Coronavirus-Pandemie

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Rettungskräfte der Stadt Aachen singen Udo Jürgens' „Immer wieder geht die Sonne auf“. Screenshot: Video Stadt Aachen/vrm

Als hätten die Rettungskräfte im Moment nicht schon genug zu tun – jetzt musizieren sie auch noch. Wir zeigen mit welchen Songs Polizei und Feuerwehr Mut machen oder Danke sagen.

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MAINZ. Sie sind dieser Tage besonders gefragt: Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter. Sie können in der Corona-Krise nicht zuhause bleiben. Sie müssen im Notfall raus und helfen. Egal ob auf Streife oder bei Unfällen: Schutz vor dem Coronavirus ist dabei nicht immer garantiert.

Es sind Tage, in denen viele Menschen den Wert der Rettungskräfte erst recht zu schätzen wissen. Die Helfer erhalten Applaus und Anerkennung. Und sie selbst bedanken sie dafür und fassen ihre Aufgabe noch weiter als ohnehin schon: Wenn aus Rettern in der Not Mutmacher in der Not werden.

Beliebtes Werkzeug sind dabei weder Handschellen noch Löschschläuche, sondern Stimmen und Instrumente. Wir zeigen ein paar bewegende und lustige Beispiele aus der ganzen Republik – und darüber hinaus.

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Rettungskräfte aus Aachen

„Denn immer, immer wieder geht die Sonne auf, und wieder bringt ein Tag für uns ein Licht.“ Mehr als 50 Jahre ist der Schlager von Udo Jürgens alt, doch im Moment so aktuell wie nie. Die Hoffnungs-Hymne haben Mitglieder von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei aus der Stadt und Region Aachen gecovert, um auf das Miteinander hinzuweisen. Der Appell: „Achtet auf eure Nachbarn!“

Polizei-Party in den Gassen von Mallorca

Einfach nur ein bisschen gute Laune wollen die Polizisten auf Mallorca verbreiten – auch wenn es erst gar nicht so wirkt. Mit Blaulicht und Sirenengeheul rasen die Beamten durch die Gassen der Gemeinde Algaida. Doch statt des Klickens der Handschellen hören die Bewohner auf ihrem Balkon anschließend das Kinderlied „En Joan Petit quan balla“. Frei übersetzt: Wenn der kleine Johann tanzt. Und so ein Kinderlied kann natürlich jeder mitsingen...

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Stadion-Feeling auf den Straßen

Wenn dieses Lied ertönt, gibt es Gänsehaut. Und das meist an zehntausenden Körpern gleichzeitig. „You'll never walk alone“ ist die Hymne, ohne die kaum ein Fußballspiel angepfiffen werden kann. Das gilt für die Anfield Road in Liverpool, aber auch für viele Bundesligastadien. Doch die werden noch einige Zeit leer bleiben. Also holt die rheinland-pfälzische Polizei den Song auf die Straße und spielt ihn per Lautsprecherwagen ab: Niemals gehst du allein – auch nicht in der Corona-Krise.

Homeoffice mal anders

Es gibt dieser Tage sogar Polizisten, die arbeiten aus dem Homeoffice. Zumindest dann, wenn sie für gewöhnlich nicht die Dienstwaffen, sondern die Klarinette immer im Anschlag haben. Das Landespolizeiorchester Brandenburg sorgt auf Twitter für kurzweilige Unterhaltung, hält dabei den Sicherheitsabstand ein und liefert den Ohrwurm gleich dazu: mit dem „Baby Elephant Walk“.

Einfach mal Danke tröten

Auch die Dortmunder Feuerwehr ist im Dienst. Weil der große Teil der Bevölkerung zuhause bleibt, für eine langsamere Verbreitung des Coronavirus sorgt und somit nicht nur die Rettungshelfer, sondern auch Krankenpfleger schützt, gibt es ein musikalisches Danke hoch über den Dächern der Ruhrpott-Stadt. Aus dem Flügelhorn weht die „Ode an die Freude“ durch die leeren Straßen der Stadt.

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Auf Fragen unserer Leser zu Ansteckungswegen und -risiken, zu Infektionswegen und Krankheitsverlauf haben wir Expertenwissen eingeholt. Die Antworten gibt es hier in einem ersten und hier in einem zweiten Teil.