Büdinger Klinik dankt für eine Welle der Sympathie

aus Coronavirus-Pandemie

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Nach dem Hilferuf des Büdinger Capio Mathilden-Hospitals erreichte die Klinik eine große Welle an Zuspruch und Unterstützung aus der Bevölkerung, wofür die Mitarbeiter nun danken wollen.    Archivfoto: Leo

Der Hilferuf des Büdinger Capio Mathilden-Hospitals kam, als die Infiziertenzahlen stark nach oben gingen, und die Bevölkerung reagierte prompt. Dafür dankt die Klinik jetzt.

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. Büdingen (red). Es ist schon zwei Wochen her, dass sich das Büdinger Capio Mathilden-Hospital mit der Bitte an die Öffentlichkeit wandte, die Klinik mit Atemschutzausrüstung zu unterstützen. Was dann geschah, konnten die Verantwortlichen kaum glauben. Der Zuspruch und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung waren so überwältigend, wofür sich die Klinik nun bedanken möchte.

Nicht nur Atemschutzmasken, die die Not linderten und damit die Versorgung der Patienten sicherstellten, erreichten die Klinik. Nein, auch viele aufmunternde Zuschriften, Gesten und Dank an die Mitarbeiter machten die Krankenhausmitarbeiter sprachlos, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Inzwischen habe sich die Situation etwas entspannt, da es gelungen sei, ausreichend Schutzmaterial zu beschaffen. Die Belegschaft danke aber von Herzen allen und möchte ihnen nachfolgend einen Überblick über die vergangenen drei Wochen geben:

Ab Mitte März war man mit den ersten Corona-Patienten konfrontiert. Seither habe man im Durchschnitt vier Patienten unter Beatmung und zwei bis vier auf der Isolationsstation. Inzwischen ist die Situation an der Beatmungsfront entspannter. Der Klinik kam die Erweiterung ihrer intensivmedizinischen Kompetenz sehr zu Hilfe. Man habe sich umgehend der Herausforderung gestellt und alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet. Man sei stolz, dass die veranlassten Maßnahmen die Entscheidungen von Regierung oder Robert-Koch-Instituts stets vorwegnahmen. So waren diese bereits umgesetzt, bevor sie per Erlass verfügt wurden. Einschränkung für Besucher, Schaffung einer Isolierstation, Absage aller geplanten Behandlungen, Verdoppelung der Beatmungskapazitäten, die Schulung zusätzlichen Personals für die Intensivstation und mehr.

Leider gingen in dieser Phase durch die vielen Patienten die Lagerbestände an Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln schnell zur Neige. Neben der Patientenversorgung gebührt dem Schutz der Mitarbeiter die höchste Priorität. Frau Westphal (Pflegedienstleitung) hat inzwischen neben ihrer eigentlichen Aufgabe eine Schlüsselrolle eingenommen und arbeitet unermüdlich an der Beschaffung von Schutzausrüstung. Eine entscheidende Rolle spielte auch das Hygienemanagement. Mit Dr. Pfeiffer (Hygienearzt) und Frau Ritzert (Hygienefachkraft) wurden alle Maßnahmen koordiniert und deren Umsetzung überprüft.

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Herauszustellen sei auch das Engagement aller Mitarbeiter, die sich abteilungsübergreifend einbringen, Flexibilität zeigen und bereit seien, sich auch in neue Aufgaben einzuarbeiten. Als Klinik könne man mehr als stolz darauf sein, solche Mitarbeiter zu haben. Mitarbeiter, die sich täglich dem Risiko aussetzten selbst zu erkranken, und trotzdem ihren Dienst versehen. Auch für die Auszubildenden war es selbstverständlich, sich umgehend zur Verfügung zu stellen. Der interne Krisenstab funktioniert reibungslos und die Klinik ist in allen übergeordneten Gremien verantwortungsvoll tätig.

In unregelmäßigen Abständen gibt es unter www.capio-mathilden-hospital.de weiter Informationen zur Lage.