Breidenbachs Woche: Mutti maskiert

Die typische Geste von Angela Merkel.  Foto: Michael Kappeler/dpa

Kanzlerin kann Küche – ihre Hausfrauenqualitäten kommen Merkel jetzt in alternativloser Güte zugute.

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. Masken werden jetzt eine größere Rolle spielen, aber da muss uns Deutschen nicht bange sein. In ziemlich guter Erinnerung ist uns da noch der Boxer Henry Maske. Und auch die Operette „Maske in Blau“, uraufgeführt 1937 in Berlin, ist ganz große Oper: Supersongs, nicht nur das ewig wahre „Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen, denn was ihr Blick verspricht, das hält sie nicht.“ Noch berühmter, und da hängt mal wieder alles mit allem zusammen, dank der Mainzer Hofsänger: „Sassa“! Und genauso stimmungsvoll war es dann auch am Mittwoch, als uns unser aller Kanzlerin mal wieder fassungslos machte. Sie sprach also: „Sie müssen regelmäßig gewaschen werden bzw. gebügelt, in den Backofen gelegt oder in die Mikrowelle. Auch wenn sich das hausfraulich anhört.“ Als wir weinend wieder aus dem Koma erwachten, wurde uns klar: in den Backofen legen – deshalb also die Hamsterei von Mehl! Scherz. Die Rede war von Atemschutzmasken, deren Gebrauch Merkel dringend empfiehlt. Statt „geschüttelt, nicht gerührt“ also „gewaschen bzw. gebügelt“, wobei es, wenn wir das Robert-Koch-Institut richtig verstehen, in diesem Zusammenhang egal ist: gewaschen oder gebügelt - da sind wir platt. In der Mikrowelle macht sich so eine Maske sicher gut als Dekoration für die Tiefkühl-Pizza „Maske à la Mutti“.

Es gibt im Internet Anleitungen, wie man aus einem Männer-Slip eine Atemschutz-Maske näht. Kein Scherz. Wahrscheinlich ist „atmungsaktiv“ da ein wichtiger Gesichts(!)punkt. Im Spiel ist dabei wohl der Mann, von dem wir in dieser unserer Zeitung lasen, er sei in Lazne Bohdanec (Tschechien) nackt an einem FKK-Strand von der Polizei ermahnt worden, einen Mundschutz zu tragen. Man(n) kann aber nicht alles haben, vermutlich war seine Frau noch nicht damit fertig, ihm aus seinem letzten Slip eine Atemmaske zu nähen. Nicht zuletzt: In diesem Kontext erscheinen uns die Begriffe „den Mund nicht zu voll nehmen“ und „Reproduktionsrate“ in neuem Licht.

Superleichter Übergang jetzt zu Boris Johnson, den blonden Wischmopp auf Ecstasy. Wir hatten uns um unseren Lieblingspremier echte Sorgen gemacht. Intensivstation wegen Corona. „Alder, mach‘ jetzt keinen Scheiß“, hätten wir ihm gerne zugerufen. Gottlob war das Oster-Mysterium auch diesmal sehr förderlich: am dritten Tage auferstanden von den Toten. Wischmopp reloaded.

Alles klar, Herr Kommissar - Österreichs Kanzler Sebastian Kurz erinnert uns an den leider früh verstorbenen Sänger Falco. Zumindest, was die Frisur betrifft und diese wundervolle Arroganz. Auch jetzt wieder: Küss die Hände/E(ä)nde, Österreich lockert Corona-Beschränkungen. Vor allem in Ischgl werden sie aufmerken. Ihre Après-Ski-Schuppen wie das „Kitzloch“ standen als Sündenpfuhl und Corona-Schleudern in Verruf. Aber nein, alles nicht …. Achtung, kurzer Hustenanfall…. alles nicht so schlimm. Jedoch, liebe „Kitzloch“-Fans, ihr müsst jetzt – Hatschi! - ganz tapfer sein: Auf der Website steht, der Laden ist noch zu! Ihr müsst also vorläufig noch von der Erinnerung zehren. Zum Beispiel davon, dass, so lesen wir, in den goldenen Vor-Corona-Zeiten „DJ Boris“ eingeheizt hat. Dass es sich dabei um den britischen Premier handelte, hat Downing Street 10 dementiert. Allerdings ziemlich halbherzig.