Breidenbachs Woche: Ist Jürgen Klopps Trockner jetzt im A...?

Jürgen Klopp, früher Mainz 05 und Dortmund, heute Liverpool.  Foto: dpa

Für eine fast tote Schildkröte auf den Galapagos-Inseln lief es diese Woche besser als für den berühmten deutschen Trainer auf den britischen Inseln.

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. Auf der Galapagos-Insel Fernandina ist eine ausgestorben geglaubte Schildkröte gefunden worden, teilt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit. Böse Zungen behaupten, man wolle die Schildkröte nunmehr „Elvis Presley“, „Johannes Heesters“ oder „Deutsche Bahn“ nennen. Die Inseln sind berühmt für ihre Schildkröten. Eine Riesenschildkröte wurde als „lonesome (einsamer) George“ bekannt, keinesfalls benannt nach George Clooney oder Götz George alias Schimanski, wir Älteren erinnern uns. „Lonesome George“, schreibt dpa, starb 2012 als letzter seiner Unterart, mit 90, „Paarungsversuche mit Weibchen waren gescheitert.“ Mit 90. Nun ja. * Deutlich jünger wirkt der frühere Mainzer Zweitligaspieler und jetzige Liverpooler Trainergott Jürgen „Kloppo“ Klopp, was andererseits ja auch keine Kunst ist, hat er sich doch vor einigen Jahren in einem Spezialatelier im Düsseldorfer Nobelhotel „Breidenbacher Hof“, quasi einer Datsche von uns, eine Haarverpflanzung vornehmen lassen, wir haben das damals schon ausführlich geschildert. In der Champions League hat Klopp jetzt aber gegen den weitgehend abgetakelten deutschen Ex-Meister Bayern München zuhause, also in Liverpool, nur ein dünnes 0:0-Unentschieden geholt. Nicht so toll für Klopp. Lonesome Kloppo. Da haben auf Liverpooler Seite ein paar negative Dinge zusammengewirkt, wie es Klopp mal bei einer Pressekonferenz erklärte: „Sometimes one comes to the other“, manchmal kommt eins zum anderen. Oder, auch das O-Ton Klopp: „It‘s not a wish concert.“ Oder, etwas volkstümlicher, als er noch in Dortmund war: „Das ist wie so oft im Leben: Wenn die Waschmaschine kaputt geht, ist am nächsten Tag der Trockner auch im Arsch.“ Genau. * Dumm gelaufen ist es jetzt in Bayern auch für einen Jäger. Er klagte vor dem Verwaltungsgericht erfolglos dagegen, dass ihm seine Waffenbesitzkarte entzogen wurde – des Jägers Hund hatte während einer Autofahrt bewirkt, dass sich ein Schuss aus dem Gewehr des Jägers löste (Aktenzeichen M 7 K 17.1943). Nun, in Bayern ist das vielleicht keine Seltenheit, heißt es doch dort: „Hund samma scho.“ Vielleicht glaubte der Hund auch, in Notwehr zu handeln, nach dem alten Hundemotto: lieber Notwehr als Notdurft, womit freilich der Begriff „jemanden über den Haufen schießen“ in neuem Licht erschiene. Die heutige Hunde-Generation scheint insgesamt auch wenig Federlesens zu machen. In den USA haben bekanntlich auch Hunde ein Recht auf Waffenbesitz, die lieblichen „Lassie“-Zeiten sind vorbei, oft sind auch schwere Kaliber im Spiel, nur Windhunde bevorzugen nach wie vor Luftgewehre. Es ist keine Seltenheit, dass sich Hunde selbstständig schwer bewaffnen, von Berufs wegen, wenn sie als Hirtenhunde Schafe gegen Wölfe verteidigen sollen. Manche Hunde legen auch eine gewisse Cowboy-Mentalität an den Tag, treten mit Colt am Gürtel einem Jäger entgegen und sagen: „Fremder, dieser Wald ist zu klein für uns beide.“ * Der aktuelle Fall ist allerdings insofern besonders verdächtig, als sich der Jäger, als es passierte, auf der Fahrt zu seiner Fischzucht befand, so lesen wir bei dpa. Somit kann es natürlich sein, dass der Jäger die Fische erschießen wollte, der Hund das witterte und gezielt auf den Jäger schoss, um seine schwimmenden Kameraden zu retten. Dann wäre der Hund ein See- und Rettungshund.