Breidenbachs Woche: Das Christkind bringt dem Thomas die Helene

Sängerin Helene Fischer steht bei der Aufzeichnung der "Helene Fischer Show" auf der Bühne.  Foto: dpa

„Bouffier sucht nach junger Frau“, so lesen wir in der FAZ über Hessens Ministerpräsident. Alder, Achtung, eine ist nicht auf dem Markt, obwohl sie sich gerade von...

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. Thomas Seitel ist jetzt Helenes Neuer. Fischers Manfriend. Ganz neue Marke. Er ist Tänzer und hat sie angeblich 15 Meter über dem Boden durch die Luft gewirbelt. Gut, das kann man jetzt so machen, muss man aber nicht. Power sucht Frau. Parship auf die harte Tour: Alle elf Minuten lässt ein Tänzer eine Blondine aus 15 Metern Höhe auf die Bühne krachen. Vom Himmel hoch, da komm’ ich her. * Bouffier suchte natürlich nur eine Ministerin oder so was. Wie auch immer: Hessen lebt!! Denn Thomas Seitel stammt aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg! Einer von uns! Helene ist sowieso eine von uns. Als Kind lebte sie in Wöllstein, und in Wörrstadt in der Realschule lernte sie alles, was ein Weltstar so braucht. Jetzt kann das Christkind kommen. * Super Übergang. Da derzeit auch verstärkt von Weihnachtsmännern die Rede ist, mit so Rot auf dem Kopf, wollen wir nun von Boris Becker erzählen und seiner Scheidung von Ehefrau Lilly. Zumal wir es vergangenen Samstag versprochen haben. Lilly ist ja bekanntlich Niederländerin. Alte niederländische Bauernregel: Reich verheiratet ist halb geschieden. Oder: Frau Antje holt aus jedem das Letzte raus. Aber: Boris ist angeblich pleite. Er erklärte das auf seine Weise schon am 30. Juli dem wunderbaren Fernsehsender Sat.1. „Ein paar Euro hab ich schon, aber nicht mehr so viele wie vor 10 Jahren.“ Ja. Taler, Taler, du musst wandern. Backe, backe Kuchen. Die tiefe Wissenschaftlichkeit dieser Aussage, aber auch der Titel der Sendung, in der er sprach, ließen das Schlimmste ahnen. Die Sendung hieß: „Endlich Feierabend“. Auch das TV-Umfeld an jenem Tag war ein schlechtes Omen. Kabel 1: „Mission impossible“. RTL: „Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare. Die Würfel sind gefallen“. Und nicht zuletzt auf Sat.1 nach „Endlich Feierabend“: „Genial daneben“. * Die Frau direkt vor Lilly war Sandy Meyer-Wölden; von der trennte sich Boris per SMS, woraufhin sich „SMS“ der Nation vor allem als Abkürzung für „Schluss Mit Sandy“ ins kollektive Gedächtnis brannte. Das war 2008. Dann Lilly. Über die schrieb die „Frankfurter Rundschau“ 2009: „Nach der Realschule blieb ihr Weg im Vagen“. Okay. Realschule plus für Unentschlossene. Sodann: „Sie nahm Modeljobs an, bei denen es auch um das Nichtvorhanden-Sein von Kleidung ging“. Eine großartige Umschreibung! Der Fairness halber muss man an dieser Stelle aber sagen, dass Boris Talkshow-Jobs annahm, bei denen es um das Nichtvorhanden-Sein von Hirn ging. Am 28. Februar 2009 folgte, Aufschlag Becker, sein Heiratsantrag an Lilly, in der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ in der Düsseldorfer Messehalle. Da war dann die Messe gelesen. Vorerst. Davon hat sich „Wetten, dass..?“ nie ganz erholt. * In diesen Sendungen, wir Älteren erinnern uns, gab es sogenannte Saalwetten. Beispiel: Irgendjemand wettet, dass das ZDF es nicht schafft, in der Düsseldorfer Altstadt einhundert niederländische Jungfrauen zusammen zu treiben, die alle schon mal mit Boris in der Besenkammer waren. Aus Gründen der Pietät gab es eine solche Wette am 28. Februar 2009 in Düsseldorf natürlich nicht. Jetzt ginge das wieder.