Breidenbachs Woche: Bringen Frauen den Dom zum Wackeln?

Die neuen Domschweizerinnen vor dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg/dpa

Kölner haben jetzt Domschweizerinnen. Dabei handelt es sich nicht um Heidi und Freundinnen. Allerdings zeigt der Vorgang: Die erste Päpstin ist nicht mehr weit.

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. Lobet den Herrn. Domschweizerinnen – Frauen also – im Kölner Dom. Domschweizerin heißt nicht, dass Heidi von den Bergen an den Rhein gekommen wäre. Denkwürdiger Einbruch in eine Männerdomäne. Bislang gab‘s nur männliche Domschweizer. Bald haben wir die erste Päpstin, es kann nicht mehr lange dauern, so drei- vierhundert Jahre, höchstens. Do wackelt de Dom? Nein, denn wie sagt der Kölner: Et hätt noch immer jot jejange. * Domschweizer seien so eine Art Hausmeister im Gotteshaus, erläutert die Deutsche Presse-Agentur. In dieser etwas groben verbalen Profanität erscheint uns das problematisch; diese Sichtweise könnte üble Machos auf den Plan rufen, die plärren: „Domschweizerinnen? Prima! Die können Schnittchen machen, feucht durchwischen und den Messwein servieren.“ * Wie kriegen wir den Übergang zu den britischen Royals, Lizzie und die Feierbiester, wie wir sie nennen? Ob die sich da überhaupt noch wohl fühlen, unter all den Brexit-Bestien? Also. Vor ein paar Tagen haben Prinz Harry und Herzogin Meghan ihr erstes Kind bekommen, den kleinen Archie. Das hat offenbar Herzogin Kate, rührige Angetraute von Prinz William, nicht ruhen lassen. Bloß den anderen kein Scheinwerferlicht gönnen! Also ging Kate in die PR-Offensive. Willkommener Anlass: der erste Geburtstag ihres jüngsten von drei Kindern, Prinz Louis. Der sei ein „schneller Krabbler“, teilte Kate mit. Großartig. Liegt in der Familie. Kates Angetrauter William ist zwar von der eher ruhigen Sorte, aber Opa Prinz Charles und noch stärker Ur-Opa Prinz Philip sind seit Jahrzehnten als wilde Krabbler berüchtigt. Vor allem Philip, der alte Schwerenöter. Aber auch Charles, der ließ es ja mächtig krabbeln mit Camilla auch zu Zeiten, als Lady Di noch seine Ehefrau war. * Kuscheltiere brachte Kate mit, nein, nicht „Friedhof der Kuscheltiere“, es war ja ein harmloser Pressetermin wegen Louis. Der beginne schon, mit der Laufhilfe herumzuhüpfen, berichtete Kate. Irgendwann wird er vielleicht mit der Küchenhilfe herumhüpfen. Solange sein Vater William das nicht tut, ist alles in Butter. Louis und seine Geschwister George (5) und Charlotte (4) „lieben wilde Tiere“, sprach Kate. Deshalb brachte sie als Stofftiere ein Eichhörnchen mit, einen Fuchs, eine Eule und einen Hasen. Wilde Tiere. Der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen; Fuchs, du hast die Gans gestohlen; Eulen lassen sich nur nach heftiger Gegenwehr nach Athen tragen, und mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Wild. Kate hatte auch an ihren Neffen Archie gedacht, für den seien die Kuscheltiere auch da. Insider sprechen schon von „Archie Noah“. * Lockerer Übergang von den Royals zur Queen of Saarland: Annegret Kramp-Karrenbauer. In einem RTL-Interview wurde sie privat und sprach über ihre Problemzone. Nein, AKKs Problemzone ist nicht Angela Merkel! „Es gibt Kleidertrends, die passen zu meiner Figur nicht“, sagte AKK. * „Schaaatz, gibt es irgendeinen einzigen Kleidertrend, der zu deiner Figur passt?“ * Der Grund für ihre frühe Eheschließung mit Ehemann Helmut? „Wir haben schnell gemerkt, dass wir zusammengehören.“ „Jo, geh fort“, würde Gerd Dudenhöffer, Berufs-Saarländer und auch sonst Komiker, da sagen und den wahren Grund nennen: „Bringen wir‘s schnell hinter uns, was weg is, is weg.“