Breidenbachs Woche: Black ist Black // AKK geht nicht weg

Plötzlich Hertha-Trainer: Jürgen Klinsmann. Foto: dpa

Von der CDU lernen heißt, siegen lernen. Die Grünen klauen jetzt schon die Merkel-Raute

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. Es gibt Leute, die der Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock, die ihren Vornamen bekanntlich nach dem berühmten Lied des leider zu früh verblichenen Sängers Costa Cordalis „Steig in das Boot heute Nacht, Anna Lena“ bekam, intensiv auf die Finger schauen. Baerbock und Robert-„Ich-bin-der-Taum-aller-Schwiegermütter“-Habeck sind ja die neuen Öko-Shooter schlechthin. Beim Grünen-Parteitag in Bielefeld, so schreibt die Deutsche Presse-Agentur, sei eine Geste Baerbocks ins Auge gestochen. Nun. Zunächst mal gibt es immer noch Zweifel, ob Bielefeld überhaupt existiert oder wie die erste Mondlandung nur ein Fake ist. Ferner: Wenn bei einer 38-jährigen Spitzenpolitikerin nichts ins Auge sticht außer einer Geste, dann ist das echt nicht viel. Jedenfalls wird gemunkelt, Annalena, wie wir sie nennen, habe mit ihren Patschehändchen die berühmte Merkel-Raute geformt. Schon mal geübt? „Nee“, sagt Baerbock, „ich halte mich immer an meinem Ehering fest, damit ich weiß, wer wirklich zahlt im Leben.....“ Nee, is‘ Quatsch, sie sagte: „....damit ich weiß, was wirklich zählt im Leben.“ Genau. Der Begriff Rettungsring erstrahlt da in schönstem Glanz. Dennoch darf nicht aus dem Blick geraten: Oft geht dem Ring ein hartes Ringen voraus. Daher ja auch der Begriff „Ringkampf“, oder gar „Boxring“.

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Glänzender Übergang. Deutsche Familien freuen sich schon auf den Black Friday. Schnäppchenschlacht, wie manche sagen, das Untergangscredo einer gerade gnadenlos an die Wand gedrückten Kaufmannsgeneration: Verkauf‘ ich halt unter dem Einstandspreis, die Masse bringts dann schon.

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Obwohl Black Friday nicht bedeutet, dass viel Schwarzgeld im Spiel ist, und auch nicht, dass Friedrich Merz CDU-Bundeskanzler geworden wäre, muss man erkennen, dass „Black“ Magie ausstrahlt. Das ist in den menschlichen Emotionen so angelegt, denken wir nur an die Musik. „Black Magic Woman“, da geht es zwar keineswegs um Annegret Kramp-Karrenbauer, vielmehr um einen Song ursprünglich der Gruppe Fleetwood Mac, den Erfindern berühmter Computerterminals und leckerer Hamburger, bei letzteren wurde allerdings ein „a“ eingespart, wegen Cholesterin. Die Gruppe Santana, nicht verwandt oder verschwägert mit dem gleichnamigen VW-Modell, übernahm den Titel 1970 und machte einen Welthit daraus.

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Zweites Beispiel: „Black ist Black“, laut Wikipedia der Sommerhit von 1966. Wobei wir immer dachten, der Sommerhit von 1966 sei das dritte, nicht drin gewesene Tor der Engländer im WM-Finale von Wembley gegen die Deutschen gewesen. Der Titel war ein sogenanntes One-Hit-Wonder, deshalb hat AKK auch damit nichts zu tun, denn bei ihr gibt es ja noch überhaupt gar keinen Hit, jedenfalls nicht im positiven Sinn. Die Interpreten nannten sich „Los Bravos“, und eine große Rolle spielte dabei, so lesen wir, der Deutsche Michael Kogel. Der sei schon durch alle musikalischen Fegefeuer gegangen und habe etwa als Teil von „Michael and the Firebirds“ bei Ariola den Titel „Der Knüller//Mausi Müller“ herausgebracht. So entstehen Weltkarrieren. Trotz brutaler Recherchen gelang es uns nicht, herauszufinden, ob Thomas Müller oder Gerd Müller, beide vom FC Bayern, oder, allerdings nicht annähernd so erfolgreich, Entwicklungsminister Gerd Müller von der CSU etwas mit „Mausi“ zu tun hatten. Dennoch könnte es sein, dass mal wieder alles mit allem zusammenhängt.