Trauermarsch in Worms: Zwischenfall vor dem Gottesdienst

Rund 500 Menschen hatten sich an einem Trauermarsch in Worms beteiligt. Sie legten Blumen nieder und entzündeten Kerzen zum Gedenken. Foto: BilderKartell/Martin H. Hartmann

Vor dem Gottesdienst in Worms, bei dem der getöteten Syndia gedacht werden sollte, hat ein Mann für Unruhen gesorgt. Er reckte eine Faust nach oben und rief einige Worte,...

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WORMS. Der Gottesdienst im Anschluss an den Trauermarsch hätte am Samstagabend um 20.30 Uhr beginnen sollen. Doch da waren viele Menschen noch am Haus der getöteten Syndia, weshalb der Beginn eine gute halbe Stunde verschoben wurde. Gleichwohl saßen bereits einige Menschen in den Bankreihen, als ein dunkel bekleideter Mann mit Kapuze über dem Kopf durch die Liebfrauenkirche schritt bis kurz vor den Altar, dort eine Faust nach oben reckte und einige Worte laut rief, von denen eines als „Allah“ zu verstehen war. Sofort verließen eine ganze Reihe Menschen fluchtartig und in großer Angst die Kirche, rannten nach draußen, riefen dabei den anderen zu: „Schnell raus hier“.

Der Rufer blieb im weiteren Verlauf still stehen, bis zwei besonnene Besucher und die Pastorin auf den Mann zugingen und ihn bestimmt nach draußen begleiteten, wo sie ihn in die Obhut der Polizei gaben, die dort ohnehin im Zusammenhang mit dem Trauermarsch präsent war. Es handelte sich nach Angaben der Polizei um einen 29 Jahre alten Mann aus Pakistan, der in Worms wohnhaft ist. Ein Polizeisprecher erklärte, er sei möglicherweise psychisch verwirrt.