Sieben neue Krankenwagen in Sprendlingen übergeben

Winfried Maas, Michael Kaesler und Jörg Steinheimer vom DRK sowie Michael Heinz und Uwe Bernard von Ford (von links) freuen sich über die neuen Einsatzwagen, Foto: Thomas Schmidt  Foto: Thomas Schmidt

Wenige strahlen, nachdem sie 41 Jahre lang dieselbe Tätigkeit ausgeübt haben, so wie Winfried Maas. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch erleben würde“, sagt der...

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SPRENDLINGEN. Wenige strahlen, nachdem sie 41 Jahre lang dieselbe Tätigkeit ausgeübt haben, so wie Winfried Maas. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch erleben würde“, sagt der Rettungsassistent mit Blick auf die sieben neuen Krankentransportwagen, die der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe angeschafft hat.

730 Mitarbeiter, 18 Wachen, zehn Notarztstandorte

Eigentlich handelt es sich um eine turnusmäßige Erneuerung des Fuhrparks, doch die neuen Fahrzeuge vom Typ Ford Custom haben einen entscheidenden Vorteil: einen elektrischen Treppensteiger, der den Einsatzkräften das Tragen von Patienten mit dem Tragestuhl auch über mehrere Stockwerke abnimmt. „Dadurch wird mir die Arbeit auch in den nächsten Jahren Spaß machen“, sagt Maas.

Mit rund 730 Mitarbeitern, 18 Rettungswachen, zehn Notarztstandorten und zwei Leitstellen ist das Deutsche Rote Kreuz im Gebiet Rheinhessen-Nahe der größte Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz. Aktuell stehen 34 Krankentransportwagen und 23 Rettungswagen zur Verfügung, außerdem acht Notfallkrankenwagen und elf Notarzteinsatzfahrzeuge. Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf die Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Mainz-Bingen sowie die Städte Mainz und Worms. Die sieben neuen, baugleichen Fahrzeuge, jeweils mit einem 130-PS-Dieselmotor bestückt, werden in Bad Kreuznach, Idar-Oberstein, Worms und Nierstein angesiedelt sein und umgehend in den Betrieb genommen.

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Rund 75 000 Euro kostet ein solches Fahrzeug, drei Viertel der Kosten stammen von den Kostenträgern, also den Krankenkassen, wie der Leiter Rettungsdienst, Michael Kaesler, berichtet. Die nach rund sechs Jahren ausrangierten Fahrzeuge werden teilweise ins Ausland verkauft, mitunter dienen sie zuvor noch ein, zwei Jahre als Ersatzfahrzeuge.

Die Treppensteiger „sind im Krankentransport eine echte Revolution und Erleichterung“, sagt Jörg Steinheimer, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe. Die Fahrzeuge sind mit Rückfahrkamera, seitlichen Kollisionsschutzleisten, Fahr-trage und Tragestuhl, Defibrillator, Notfallkoffer und Sauerstoffeinheit, Digitalfunkgerät und digitalem Einsatzleitsystem ausgestattet. Die Funk- und Datenfunktechnik haben die Rotkreuzler in der eigenen Funkwerkstatt installiert. Steinheimer stellt die Anschaffung in Zusammenhang mit dem Gesundheits- und Alterungsmanagement beim DRK: „Unser Ziel ist es, dass man sein gesamtes Arbeitsleben im Rettungsdienst verbringen kann. Dazu zählt vor allem die Prävention von Erkrankungen des Bewegungsapparates.“