Schnee: Lage aktuell entspannt auf den Straßen in Rheinhessen

Die Leuchtschrift „Unfall“ auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Der starke Schneefall am Freitag sorgte zum Teil für Chaos auf den Straßen. Am Samstag rollte der Verkehr wieder ungehindert, die Straßen sind mittlerweile geräumt.

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Rheinhessen/Nahe. Die Lage auf den Straßen in Rheinhessen und an der Nahe hat sich entspannt. Dies teilt das Polizeipräsidium Mainz am Samstagnachmittag auf Anfrage mit. Die Straßen seien geräumt und frei befahrbar. Auch witterungsbedingte Unfälle seien bisher nicht gemeldet worden, so ein Polizeisprecher.

Schnee-Chaos am Freitag

Nach dem starken Schneefall am Freitag war es nicht nur in Rheinhessen, sondern auch im Kreis Bad Kreuznach zu zahlreichen Unfällen gekommen. Weder Neben- noch Hauptstraßen waren befahrbar. Auch auf der Autobahn 61 kam es bereits gegen 20 Uhr am Freitag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus, Feuerwehr und Rettungsdienst wurden aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und des starken Schneefalls ausgebremst. Im Dienstgebiet der Polizei Kirn (Kreis Bad Kreuznach) krachte es schon am Nachmittag, zwischen 16 und 20 Uhr mussten die Beamten zu neun Verkehrsunfällen, zum Glück ohne Verletzte, ausrücken. Im Bereich der B 41, Höhe Bad Sobernheim, kam es zeitweise zu Behinderungen durch liegengebliebene Lastwagen. Die Straßenmeistereien waren mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, um die Verkehrswege zu räumen.

Auch das THW Wörrstadt war am Freitag im Einsatz.
Auch das THW Wörrstadt war am Freitag im Einsatz. (© THW Wörrstadt)

Dass auch der THW-Ortsverband Wörrstadt ausrückte, um zu helfen, war für die Aktiven Ehrensache. Denn es waren gerade die vielen großen Lastwagen, die im Schnee weder vorwärts noch rückwärts kamen. Mit den Einsatzfahrzeugen und den montierten Schneeketten konnten so einige Fahrzeuge aus ihrer misslichen Lage befreit werden, berichtet der Ortsverband auf seiner Facebook-Seite.

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Auch in Worms hatte die Polizei am Freitagabend alle Hände voll zu tun. Von 18 Uhr bis 23.30 Uhr kam es im Dienstgebiet der Polizeiinspektion zu insgesamt neun witterungsbedingten Verkehrsunfällen. Bei einem Verkehrsunfall wurde eine Person leichtverletzt, bei den restlichen Unfällen kam es zu Sachschäden, heißt es in der Pressemeldung.

Und auch am Samstagnachmittag gab es drei Einsätze für die Wormser Beamten, weil Autofahrer aufgrund der Witterung auf Abwege gerieten. Ein Fahrzeug kam aufgrund vermutlich nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und fuhr in einen Weinberg. Beim zweiten Hilferuf geriet der Fahrer beim Spurwechsel auf einen vereisten Bereich der Fahrbahn und kollidierte im Anschluss mit der Leitplanke in der Verlängerung der Kolpingstraße in Richtung B47. Beim dritten Unfall des Abends rutschte ein Autofahrer trotz Winterreifen in den Einmündungsbereich einer Kreuzung und kollidierte hier mit einem anderen Auto, dass nicht mehr rechtzeitig gebremst werden konnte. Schwer verletzt wurde niemand.

In Hargesheim (Kreis Bad Kreuznach) hatten sich am Freitag gegen 19 Uhr zwei Lastwagen im Schneegestöber an einer Steigung festgefahren. Die Lkw waren aus Richtung Rüdesheim unterwegs zur A 61. Kurz nach dem Kreisverkehr Roxheim/Hargesheim kamen die Brummis nicht mehr weiter. Die Strecke war zu steil. Ein gefahrloses Vorbeifahren war für andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr möglich. Die Polizei musste die Fahrzeuge im Kreisverkehr, sowie an den Zufahrten, umleiten, damit die Lkw wieder rückwärts die Steigung runterrollen konnten.