Exklusiv aus der Redaktion: Spannende Themen aus Rheinhessen

Neues aus Rheinhessen

Zoff mit dem TÜV um die Motivwagen an Fastnacht und um die Unterkunft von Paketboten in Gensingen. Außerdem: Viele Briefwähler bei der OB-Wahl in Mainz. Das ist heute wichtig.

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Rheinhessen. Zum Einstieg in diesen frostigen Dienstag in Rheinhessen habe ich Ihnen eine Geschichte mitgebracht, die uns zeigt: Es geht auch kälter. So kalt nämlich, dass eine zugefrorene Selz keine Ausnahme ist. Meine Kollegin Stefanie Widmann hat wunderbare Fotos ausfindig gemacht, die Ende der 1920er Jahre rund um die Alzeyer Poppenschenke entstanden sind.

Am besten machen Sie sich direkt einen Tee, denn hier kommen weitere lesenswerte Geschichten, die Sie heute nicht verpassen sollten. 

TOP 3 DES TAGES

Die Sache mit dem TÜV

Die Motivwagen sind unverzichtbarer Bestandteil des Mainzer Rosenmontagszugs.
Die Motivwagen sind unverzichtbarer Bestandteil des Mainzer Rosenmontagszugs. (© Lukas Görlach)
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Wer auf die erste unbeschwerte Fastnacht nach Corona hoffte, blickt wohl gerade etwas ungläubig auf die Debatte um die Fastnachtsumzüge und die Frage nach dem TÜV für die Wagen. Wenn selbst die großen Mainzer Vereine durch die Regelung ins Schwitzen kommen, ist klar, dass viele der kleinen Umzüge in Rheinhessen in Gefahr sein könnten, spätestens 2024. Dieses Jahr sollen zum Übergang noch Sondergenehmigungen erteilt werden.

Der MCV hat sich das ganze jetzt gemeinsam mit dem TÜV näher angeschaut. Meine Kollegin Maike Hessedenz hat die Zahlen zusammengetragen und die zeigen: Das Brauchtum weiter zu pflegen, wird die Vereine in Zukunft einiges kosten. Und dann ist da ja auch noch die Frage nach den Sicherheitskonzepten bei größeren Veranstaltungen.

Berechtigte Forderungen, die aber langfristig noch größere Auswirkungen haben könnten, als die Frage nach dem TÜV. Die Zeiten unbeschwerter Umzüge sind für viele Vereine erstmal vorbei. 

Wie viele Menschen dürfen in einem Haus leben?

Paketfahrer, die in der Leipziger Straße in Gensingen wohnen, parken immer wieder den Anwohnerparkplatz in der Magdeburger Straße zu.
Paketfahrer, die in der Leipziger Straße in Gensingen wohnen, parken immer wieder den Anwohnerparkplatz in der Magdeburger Straße zu. (© Mechthild Haag)

Wir sind es längst alle gewohnt, dass wir zu jeder Zeit alles verfügbar haben. Mal kurz online was bestellen und der Paketbote bringt es oft schon am nächsten Tag, das ist für viele längst Alltag. Was wir aber viel zu oft nicht sehen (wollen), sind die Lebensumstände derer, die uns die Pakete liefern oder sie mit dem LKW durch die Republik oder ganz Europa fahren. Die verdienen oftmals so wenig, dass sie sich keine eigene Wohnung leisten können. Die Folgen sieht man derzeit in Gensingen. Meine Kollegin Mechthild Haag berichtet seit Wochen über ein Einfamilienhaus, in dem der Besitzer Räume zumindest zeitweise an bis zu 20 Menschen vermietet hat. Die Transporter, mit denen jeder einzelne von ihnen Pakete ausliefert, verstopfen die Straße, der Müll, den 20 Personen machen, stapelt sich, die Nachbarn verzweifeln, der Vermieter äußert sich nicht. Was die Behörden dazu sagen, und welche Gesetzeslücke so etwas möglich macht, lesen Sie hier.

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Wieder sehr viele Briefwähler

Rund 1500 Anträge gehen pro Tag im Briefwahlbüro ein und müssen bearbeitet werden.
Rund 1500 Anträge gehen pro Tag im Briefwahlbüro ein und müssen bearbeitet werden. (© Harald Kaster)

Auch der OB-Wahlkampf in Mainz kommt langsam auf die Zielgerade. Mein Kollege Paul Lassay zeigt, dass der Anteil der Briefwähler mal wieder steigen könnte. Viele Mainzer treffen ihre Wahl also schon in den nächsten Tagen. Da verwundert es nicht, dass die Kandidaten im Moment von morgens bis in die Nacht hinein unterwegs sind. Meine Kollegen in der Mainzer Lokalredaktion begleiten jeden Kandidaten einen Tag lang vom ersten Termin am Morgen bis zum letzten Forum in der Nacht. Maike Hessedenz war nun mit Nino Haase unterwegs.

Alle weiteren Reportagen, Analysen und Berichte zur OB-Wahl finden Sie in unserem Schwerpunkt.

ZU GUTER LETZT

Heute gibt es mal wieder einen Tipp für die Lesezeit mit Kindern, Patenkindern, Enkelkindern und Co. „Die Zukunft gehört uns. Zwölf wahre Geschichten von Kindern, die sich für eine bessere Welt einsetzen“ ist im Insel-Verlag erschienen, der ohnehin einige tolle Bücher im Programm hat. Ein Siebenjähriger, der auf den Philippinen eine Hilfsorganisation startet, Mohamed aus Syrien, der in einem Flüchtlingslager beginnt, andere Kinder zu unterrichten und viele andere Beispiele für Großes im Kleinen finden sich in diesem tollen Buch.