Zwölf Maßnahmen zur Entzerrung des Mainzer Wochenmarkts

aus Coronavirus-Pandemie

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Die Polizei kontrolliert, dass auf dem Mainzer Wochenmarkt die Corona-Regeln eingehalten werden. Foto: Sascha Kopp

Mit konkreten Maßnahmen soll der Mainzer Wochenmarkt ab Freitag weiter entzerrt werden. Damit reagiert die Stadt auf zuletzt aufgetretene Probleme.

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MAINZ. Nachdem Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) schon im Nachgang zu der Situation auf dem Mainzer Wochenmarkt am vergangenen Samstag angekündigt hatte, die Stände weiter zu entzerren, legt sie nun konkrete Änderungen fest, um die notwendigen Abstände zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten. Die neuen Standplatzierungen werden ab diesem Freitag umgesetzt. „Wir haben weitere Neuplatzierungen und räumliche Entzerrungen in enger Abstimmung mit den Marktbeschickern auf den Weg gebracht“, sagt Matz.

Die Gesundheit der Kunden, aber auch der Anbieter sei das höchste Gebot. „Daher wollen wir die Gefahr von persönlichen Begegnungen mit zu großer Nähe strukturell vermeiden.“ Genau jene persönlichen Begegnungen waren am vergangenen Samstag aufgrund der zu dichten Anordnung der Stände praktisch nicht zu vermeiden gewesen.

Zwölf konkrete Maßnahmen

Konkret hat sich die Dezernentin mit den Marktbeschickern auf folgende Maßnahmen geeinigt:

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1.) Die ursprünglich auf dem Liebfrauenplatz platzierten Metzgerei- und Feinkostwagen werden auf der Theaterseite des Gutenbergplatzes analog der Aufstellung während des Weihnachtsmarktes aufgestellt.

2.) Die auf dem Liebfrauenplatz platzierten Käse- und Bäckereiwagen sowie ein Gemüse- und Obststand vom Marktplatz bieten ihre Waren nun auf der Denkmalseite des Gutenbergplatzes an.

3.) Die seit der Schließung der Cafés „Wilma Wunder“ und „Extrablatt“ ungenutzten Flächen vor den Markthäusern werden durch zwei Obststände aufgefüllt.

4.) Außerdem werden in den Buchten des Höfchens Gemüsestände, Gärtnereiprodukte und italienische Spezialitäten zu finden sein.

5.) Der Bäckereistand aus dem Fahnenkarree wurde ebenfalls in den Bereich des Höfchens versetzt.

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6.) Der Feinkoststand im Fahnenkarree wird an die rückwärtige Hauswand verschoben.

7.) Zudem werden die beiden Gemüsestände im oberen Teil des Marktgeländes gedreht und stehen Rücken an Rücken, um ungehinderte Anstelloptionen zu gewährleisten.

8.) Auf dem Markt selbst wird der Gemüse- und Obststand auf die Hälfte verkleinert und mit dem Rücken zur Heunensäule platziert.

9.) Im Übergang zum Liebfrauenplatz wird ein Obststand entfernt.

10.) Alle weiteren Stände werden verkürzt und an die Hausfronten gesetzt, um die Gehwege breiter zu machen.

11.) Die verbleibende Wagenreihe auf dem Liebfrauenplatz wird so weit wie möglich an das Blumenbeet geschoben. Die zweite verbleibende Wagenreihe auf dem Liebfrauenplatz steht mit dem Rücken zur Laufrichtung und verkauft Wurst, Fisch, Brot und Brotaufstriche sowie Delikatessen.

12.) Im Bereich des Gutenbergmuseums stehen nun zwei Gärtnereien, ein Essig- und Ölstand sowie ein Gemüsestand.

Stärkere Präsenz des Ordnungsamtes

„Sämtliche Umplatzierungen wurden unter Beachtung einer größtmöglichen Barrierefreiheit geplant, sodass nach Möglichkeit auf Kabelbrücken und Matten verzichtet werden kann“, sagt Marktmeister Thomas Krebs.

Das Ordnungsamt werde an den kommenden Markttagen verstärkt auf dem Wochenmarkt Präsenz zeigen. „So wie wir auf die Entwicklungen vom letzten Wochenende umgehend mit weiteren Entzerrungsmaßnahmen reagiert haben, bleibt unser Blick weiterhin geschärft. Es ist eine komplett neue Situation, daher handelt es sich um ein permanent zu hinterfragendes System mit möglichen weiteren Nachjustierungen“, sagt Matz – und richtet einen Appell an die Kunden: „Halten Sie sich bitte auch beim Einkauf an die wichtigen Spielregeln. Bleiben Sie auf Distanz, halten Sie Abstand zu anderen Kunden.“