Wird Schönig neuer MCV-Präsident?

Hannsgeorg Schönig. Archivfoto: hbz/Stefan Sämmer

Der scheidende Fraktionschef der Mainzer CDU, Hannsgeorg Schönig, ist als MCV-Chef im Gespräch. Hätte er im Herbst bei der Neuwahl Chancen?

Anzeige

MAINZ. Gibt Hannsgeorg Schönig den CDU-Fraktionsvorsitz auch ab, um sich selbst den Weg freizuräumen, um MCV-Präsident werden zu können?

Im Mainzer Carneval-Verein (MCV) hält sich das Gerücht spätestens seit Schönigs Ankündigung, als CDU-Fraktionschef zurücktreten zu wollen, hartnäckig. Hannsgeorg Schönig äußert sich dazu auf Anfrage offiziell bislang nicht. Er dementiert allerdings auch nicht, Professor Reinhard Urban als MCV-Chef beerben zu wollen. Wie berichtet, will Reinhard Urban im Herbst nach zwei Amtszeiten nicht mehr als MCV-Chef kandidieren. Private Gründe nennt er für seine Entscheidung.

Hannsgeorg Schönig ist 58 Jahre alt, seit vielen Jahren ist er in zahlreichen Vereinen der Mainzer Fastnacht aktiv. Unter anderem ist er Gründungsmitglied des Schwellkoppträscher Clubs (SKTC), er ist Mitglied in der Mainzer Ranzengarde – und eben auch Mitglied des MCV. Dort war er bis vor einigen Jahren im Finanzierungsausschuss tätig. Dem Vernehmen nach soll Schönig bereits einige bekannte MCV-Aktive gewonnen haben, die ihn bei einer Kandidatur unterstützen. Dazu zählen unter anderem offenbar Thomas Neger und Adi Guckelsberger.

Anzeige

Findungskommission eingesetzt

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) hatte, um eine Nachfolge für Reinhard Urban zu finden, eine Findungskommission eingesetzt. Diese hatte allerdings bislang noch keinen Kandidaten nominiert. Wie Schönigs Chancen stehen, die Wahl im Herbst für sich entscheiden zu können, ist unklar. Dass in dem unter vielen Gesichtspunkten sehr heterogenen und auch nicht immer harmonisch agierenden Verein dicke Bretter zu bohren sein dürften, ist absehbar.

Der MCV war in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten, da unter anderem Unstimmigkeiten in der Buchhaltung für eine unübersichtliche finanzielle Lage gesorgt hatten. Anschließend hatte Reinhard Urban bei der vergangenen Vorstandswahl für Furore gesorgt, als er überraschend doch wieder als Kandidat angetreten war und prompt gegen Markus Perabo, den heutigen Sprecher der Fastnachtsgenossenschaft gewonnen hatte.