Synagogen heute: Erster Preis für Willigis-Schüler

Was aus den niedergebrannten Synagogen 80 Jahre nach der Pogromnacht wurde, mit der Frage setzte sich der bundesweite Schülerwettbewerb „Erinnerung sichtbar machen“ auseinander.

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MAINZ. (red). „80 Jahre Reichspogromnacht: Was wurde aus den niedergebrannten Synagogen in Deutschland“, lauteten Titel und Themenstellung des von der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet veranstalteten bundesweiten Schülerwettbewerbs „Erinnerung sichtbar machen“, an dem sich Schulen aus acht Bundesländern, aus Auschwitz und sogar aus Mexiko beteiligten. Am Sonntag wurden in der Neuen Synagoge die Preisträger ausgezeichnet.

Den ersten Preis in Höhe von 5000 Euro errang dabei das Mainzer Willigis-Gymnasium, den vierten Preis von je 500 Euro teilen sich das Rabanus-Maurus-Gymnasium und die Albert-Schweitzer-Schule Kassel. Die eingereichten Schülerprojekte seien von so hoher Qualität gewesen, dass es dem Beirat schwer gefallen sei, die Besten auszuwählen, erklärte Wettbewerbskoordinator Karl-Friedrich Fischbach. Deshalb wurden im Auswahlverfahren zusätzlich noch zwei vierte Preise vergeben. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb.

Zeitdokumente im Internet einsehbar

Die von den Schülern erarbeiteten Zeitdokumente können unter www.zum.de weltweit aufgerufen und angesehen werden. Die Teilnahme der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz habe ihn ganz besonders überrascht und erfreut, sagte Schirmherr Johannes Gerster. Es sei heute wichtiger denn je, dass sich junge Menschen mit der Reichspogromnacht und deren Folgen auseinandersetzen und aus der Geschichte lernen, dass Antisemitismus, Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit mit allen legalen Mitteln bekämpft werden müssen.