Renovierungen der Rheingoldhalle weiter im Zeitplan

Die Rheingoldhalle in Mainz am Morgen nach dem Brand. Foto: Julia Sloboda

Bei den Renovierungen der Mainzer Rheingoldhalle nach dem Brand ist jetzt auch Asbestbeseitigung notwendig. Große Kongresse werden dennoch weiterhin in der Halle stattfinden.

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MAINZ. Knapp vier Monate nach dem Brand in der Rheingoldhalle laufen die Renovierungsarbeiten offenbar nach Plan. Wie Finanzdezernent und Bürgermeister Günter Beck erklärt, schritten Brandschadensbeseitigung und Aufräumarbeiten des großen Kongress-Saals gut voran.

Allerdings steht inzwischen auch fest, dass beim Bau der Rheingoldhalle in den 1960er Jahren Asbest verwendet wurde. Untersuchungen, die in Folge der Löscharbeiten durchgeführt wurden, hätten ergeben, dass bei den Verbindungen im Faltdach Asbest verbaut wurde. Dieses schädliche Material werde nun entsprechend den gesetzlichen Vorschriften entsorgt und die mit Asbest belasteten Räume vorschriftsgemäß gereinigt. Der Watfordsaal sei bereits gereinigt, in Kürze folge der Große Saal, gleichzeitig würden auch die Brandschäden beseitigt, so Beck. Ab November könne dann mit den Bauabschnitten 1 und 2 begonnen werden. Zum ersten Bauabschnitt zählt die Sanierung des Rheinfoyers, des Großen Saals, des Kellnergangs und der gesamten Haustechnik; zum Bauabschnitt 2 der Umbau der alten Spielbankräume und der kleinen Konferenzräume zu einem Veranstaltungszentrum.

Geplanter Abschluss der Renovierungen Ende 2020

Im Großen Saal ist das Parkett durch die Löscharbeiten erheblich beschädigt worden; das Ausmaß dieser Schäden, werde allerdings erst Anfang 2020 feststehen, wenn das Gerüst abgebaut werde, so Martin Dörnemann, Geschäftsführer der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG. Laut Projektleiter Frank Intra werde die Halle – sofern alles weiterhin nach Plan laufe – wie geplant zum 31. Dezember 2020 fertig.

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Daran ist auch Mainzplus Citymarketing gelegen. Dort ging es in den vergangenen Wochen und Monaten vor allem darum, die für 2020 gebuchten Kongresse in Mainz halten zu können. Jetzt vermelden die Kongressvermarkter für einige Großkongresse grünes Licht. Der Deutsche Ärztetag, der im Mai 2020 1200 Teilnehmer und 5000 Übernachtungen nach Mainz bringt, konnte gehalten werden, auch das Retina-Meeting mit 2500 Übernachtungen sowie der Krebs-Kongress „CIMT“ mit 3200 Übernachtungen.

„Mobiler Bau“ bis zur Johannisnacht

Insgesamt, so Henning Schildt und Philipp Geusendam von Mainzplus, sind 45 von 70 Veranstaltungen im Jahr 2020 bislang „gerettet“, lediglich bei 15 kleineren Kongressen oder Konzerten sei der Verbleib in Mainz noch unklar. Für die Großkongresse im Frühjahr, so erklärt Henning Schildt, werde dann ein 1500 Quadratmeter großer „mobiler Bau“ auf dem Jockel-Fuchs-Platz installiert. „Mit einem Zelt hat das nur noch wenig zu tun“, so der Kongress-Chef bei Mainzplus.

Klimaanlage, Teppichboden, Fenster und eine direkte Verbindung zum Gutenberg-Saal biete die Halle. Ab März bis zur Johannisnacht soll dieser „mobile Bau“ stehen bleiben. Auch habe Mainzplus, um den Kunden die nötigen Flächen bieten zu können, unter anderem das Schloss, Räume im Hilton oder andere Alternativen ermöglicht. „Dass unsere Stammkunden trotz des Brandes in der Rheingoldhalle in Mainz bleiben, spricht für den Standort“, sagt auch Philipp Meier, Marketingchef bei Mainzplus.