Rechten-Demo in Mainz frühzeitig beendet

Auf die Demonstranten der NSP warteten die Gegendemonstranten am Mainzer Hauptbahnhof vergeblich. Foto: Lukas Görlach

Wegen eines defekten Stellwerks kamen die Demonstranten der Neuen Stärke Partei (NSP) gar nicht erst in Mainz an. Stattdessen marschierten einige NSP-Anhänger in Ingelheim auf.

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MAINZ. Es ist kurz nach 15 Uhr als die Durchsage der Polizei über den Bahnhofsvorplatz hallt: die eigentlich für 15 Uhr angekündigten Mitglieder der NSP werden nicht zu ihrer angemeldeten Kundgebung kommen. Die Züge in die Landeshauptstadt fallen aus. Die Rechten hatten ursprünglich auf dem Mainzer Bahnhofsvorplatz eine dreistündige Versammlung mit fünf bis 15 Teilnehmenden angemeldet. In den angrenzenden Bereichen sollte es drei Gegendemonstrationen aus dem bürgerlichen und linken Lager sowie von Anhängern der CDU geben.

Ein defektes Stellwerk im Hauptbahnhof in Mainz hat bis in den Nachmittag hinein für Störungen im Zugverkehr gesorgt. Gegen 12.15 Uhr war ein technischer Defekt entdeckt worden. Zwei Stunden später war das Ganze repariert, Auswirkungen hatte die kaputte Weiche aber noch länger. Unter anderem die, dass die angekündigten Demo-Teilnehmer am Ingelheimer Bahnhof gestrandet sind.

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Kurz nach der Durchsage der Polizei lösten sich auch die rund 200 Gegendemonstranten auf, die in der Schottstraße auf die Mitglieder der rechten Partei gewartet hatten.

Etwa zehn Anhänger der rechtsextremen "Neue Stärke Partei" sind schließlich in Ingelheim aufmarschiert. Sie seien von rund 80 Gegendemonstranten empfangen worden, teilte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Die Versammlung habe sich nach kurzer Zeit aufgelöst.

So lief der Nachmittag in Ingelheim ab: Rechten-Demo weicht nach Ingelheim aus

Bereits vor 14 Tagen hatten rund 70 Anhänger der "Neue Stärke Partei" in Mainz-Mombach eine Kundgebung abgehalten. Dabei war es auch zu Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und militanten Gegendemonstranten gekommen.