Real-Aus in Mainz: SPD appelliert an Entscheidungsträger

Im Real-Markt im Gutenberg-Center in Mainz-Bretzenheim läuft der Ausverkauf. Foto: Harald Kaster

Trotz bevorstehender Schließung wissen die Mitarbeiter des Real-Marktes im Gutenberg-Center nicht, wie es für sie weitergeht. Nun wendet sich die SPD Mainz an die Entscheider.

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MAINZ. Nachdem diese Zeitung am Mittwoch wieder über die unklare Lage beim Bretzenheimer Real-Markt und die tiefe Verunsicherung der Mitarbeiter berichtet hatte, hat die Mainzer SPD reagiert. Sie betont ihre Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und wendet sich auch an die Entscheidungsträger.

„Dass sich die Menschen, die dort ihr Geld verdienen, über ihre Zukunft Sorgen machen und dass diese Ungewissheit sie belastet, ist mehr als verständlich“, so die beiden SPD-Vorsitzenden Mareike von Jungenfeld und Christian Kanka. Deshalb fordere man die alle Entscheider auf, so zu handeln, „dass aus den verständlichen Sorgen keine Wirklichkeit wird“. Schon sehr lange werde über die Zukunft des Markts auch öffentlich spekuliert. Umso wichtiger sei es jetzt, dass den Menschen eine gute berufliche Zukunft geboten werde.

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„Die Beschäftigten in diesem Markt wie in vielen anderen Geschäften, die die tägliche Grundversorgung sicherstellen, leisten etwas, auf das unsere Gesellschaft nicht verzichten kann“, heißt es weiter. Während der Pandemie sei das besonders deutlich geworden. Der zuverlässige, verbindliche Umgang mit den Beschäftigten sollte deshalb hier wie überall in der Arbeitswelt selbstverständlich sein.

Doch Antworten gibt es vorerst nicht. Real-Pressesprecher Markus Jablonski hatte am Vortag gesagt, es gebe „immer noch keine endgültige Entscheidung über die weitere Zukunft des real-Marktes". Und Kaufland erklärte, man könne noch keine Angaben zu möglichen zukünftigen Märkten machen. Eine Person, die im real arbeitet brachte es gegenüber unserer Zeitung klarer auf den Punkt: „Das ist scheiße. Das ist für jeden Mitarbeiter scheiße.“ Man wisse nicht, was komme, und müsse gleichzeitig den ganzen Laden ausräumen.