Neuer Zirkusverein „flip“ in Mainz für Akrobatik,...

Linda zeigt bei „Flip“ Kunststücke mit Tuch.  Foto: hbz/Harry Braun   Foto: hbz/Harry Braun

„In jeder größeren Stadt gibt es einen Zirkusverein. Nur hier in Mainz nicht. Das wollten wir ändern!“ Mit dieser Motivation starteten die vier Vorstandsmitglieder Anke...

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MAINZ. „In jeder größeren Stadt gibt es einen Zirkusverein. Nur hier in Mainz nicht. Das wollten wir ändern!“ Mit dieser Motivation starteten die vier Vorstandsmitglieder Anke Haase, Maike Durein, Franziska Mohs und Franziska Müller im Sommer 2017 den neuen Verein „flip“, einen Verein für Zirkus-, Bewegungs- und darstellende Künste. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen einen Platz zum Trainieren, Zusammentreffen und Aufführen von Shows finden.

Was sich die insgesamt acht Gründer für die Zukunft vorstellen, haben sie bei ihrem ersten Varieté am Samstag in der Freien Waldorfschule präsentiert. Akrobatik, Jonglage, Luftartistik, Clownerie und Zauberei sollen verbunden und gefördert werden. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, zirkusbegeisterten Menschen aus Mainz und Umgebung eine Plattform zum Austausch und für gemeinsame Projekte zu bieten.

„Wir sind hochmotiviert“, freut sich Mohs. Gemeinsam wollen sie Workshops anbieten und ein Trainingsangebot auf die Beine stellen. Da auch Zirkus- und Sozialpädagogen unter den bisherigen Mitgliedern sind, soll die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Sie streben deshalb an, im kommenden Sommer ein Ferienangebot für Kinder zu gestalten. „Wir wollen aber kein traditioneller Kinderzirkus, sondern auch für Erwachsene da sein“, sagt die Vorsitzende Haase.

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Offiziell können Interessierte seit vergangener Woche Mitglied werden. Erste Gäste nutzten ihre Chance bereits am Samstag. Der Mitgliedsbeitrag von 24 Euro ist pro Jahr fällig. Die Satzung des Vereins ist auf ihrer Internetseite zu finden, wo in Kürze auch ein Anmeldeformular folgen soll. Alter und Können sind für das Mitmachen egal, Hauptsache jeder bringt Spaß und Unterstützung mit. Dabei suchen die Gründer auch Personen, die sich mit Finanzen auskennen, gerne kreativ sind und beispielsweise Plakate entwerfen oder sich anderweitig in die Vereinsarbeit einbringen möchten.

„Als Nächstes brauchen wir einen festen Ort, wo wir trainieren und auftreten können“, sagt Durein. Für Tipps und Hinweise sind die vier Frauen des Vorstandes sehr dankbar. Wichtig ist ihnen außerdem, dass das Trainieren im Verein nicht automatisch heißt, dass alle Mitglieder bei Shows auftreten müssen. „Es macht auch einfach Spaß, gemeinsam zu trainieren“, betont Haase. Jeder soll einbringen können, was er kann und worauf er Lust hat. Finanzieren soll sich der Verein über Mitgliedsbeiträge, Sach- und Geldspenden sowie öffentliche Fördermittel für Zirkusprojekte.

Von Cindy Boden