Mainzer Polizei: Betrüger geben sich als Polizisten aus

In zahlreichen Fällen gaben sich die Kriminellen am Telefon als Kripo-Mitarbeiter aus. Angerufen wurden ältere Personen und Senioren. Die Polizei warnt und mahnt zur Vorsicht.

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MAINZ. (red). Gestern Abend haben die Polizei mehrere Hinweise über Telefonbetrüger erreicht. Demzufolge gaben sich die Kriminellen am Telefon als Kripo-Mitarbeiter aus. Angerufen wurden ältere Personen und Senioren. Die Betrüger gaben in allen Fällen an, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei, fragten nach auffälligen Beobachtungen und ob man Wertsachen zu Hause habe. Insgesamt wurden der Polizei 18 dieser Vorfälle mitgeteilt, die sich über das gesamte Stadtgebiet (Schwerpunkt Laubenheim) verteilten. Aufgrund der aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger entstand aber in keinem Fall ein Schaden.

Die Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ ist, so die Polizei, nur eine der vielfältigen Betrugsarten der sog. „Callcenter-Betrüger“. Zudem werden Schockanrufe „genutzt“ mit Notlagen von vermeintlichen Familienangehörigen, Enkeltrickbetrüge mit vorgetäuschter finanzieller Not eines Enkelkindes oder Gewinnversprechen, bei denen im Vorfeld eine Bearbeitungsgebühr entrichtet werden soll; immer wieder wird auch die Legende des angeblichen Microsoft-Mitarbeiters bemüht. Durch die Corona-Pandemie gaben sich Betrüger am Telefon auch als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder Impfzentren aus und boten gegen Bezahlung fingierte Impftermine an. Alle Themenfelder werden häufig auch vermischt.

Gemeinsam ist allen Vorgehensweisen, so teilt die Polizei mit, dass die Opfer am Telefon massiv unter Druck gesetzt und somit zur Herausgabe von Vermögenswerten oder gar Bankdaten gebracht werden sollen. Potenzielle Opfer sind häufig ältere Menschen, weil hier das meist noch eher bestehende Vertrauen in Amtspersonen ausgenutzt werden soll – und die Hoffnung besteht, dass sich diese dann auch eher einschüchtern lassen.