Mainz bekennt sich zu Dialog und friedlichem Miteinander und...

Für friedliches Miteinander: „Mainzer Allianz für Weltoffenheit“ betont den hohen Wert der unteilbaren Menschenwürde, wie es in Artikel 1 des Grundgesetzes dokumentiert ist.

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MAINZ. „Mainz lebt von und für Weltoffenheit. Damit es so bleibt, kann jeder etwas tun“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling. Am „internationalen Tag gegen Rassismus“ (21. März) ist im Rathaus die „Mainzer Allianz für Weltoffenheit“ gegründet worden. Zu den Mitgliedern gehören Vertreter von Religionsgemeinschaften, Sport- und Bildungseinrichtungen. Im Aufruf verweist die Allianz auf die unantastbare Menschenwürde aus Artikel 1 des Grundgesetzes, die unabhängig von Geschlecht, Religion und Herkunft ist. Da Mainz für Solidarität und Weltoffenheit stehe, wollten sie das Zusammenleben durch Dialog und Schutz vor Gewalt und Hass stärken: „Wir möchten allen Menschen in Mainz Heimat sein“.

„Uns ist wichtig, dass es eine Allianz für, nicht gegen etwas ist“, so der OB. Ebling unterstützt schon als Präsident des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) das bundesweite Pendant „Allianz für Weltoffenheit“. Susanne Wagner, Geschäftsführerin des DGB Rheinhessen-Nahe und Koordinatorin der neuen Allianz, nennt die Bundesinitiative als Vorbild und kennt neben Mainz noch keine Stadt, die etwas Ähnliches hat.

Im August 2018 kam der regionale DGB auf die Stadt zu. Auch das katholische und evangelische Dekanat waren von Anfang an dabei. Im Oktober und Dezember gab es erste Vorbereitungstreffen. Dabei sind heute Vertreter von Mainz 05, der Gutenberg-Universität, Stadtwerken und Mainzer Mobilität.

Einzelpersonen stehen im Zentrum

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Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lazar Chaari vom Arbeitskreis Mainzer Muslime und Süleyman Taner vom Integrationsbeirat, sind unter den 22 Gründungsmitgliedern, wie auch Gülsüm Günay vom Bildungsforum Mainz und Nora Weisbrod von der Aktion Tagwerk. Der Beitritt ist einfach: „Alle, die unseren Aufruf unterstützen, sind eingeladen“, sagt der Mainzer Integrationsbeauftragte Carlos Wittmer. Der Verbund besteht aus Einzelpersonen, nicht aus Organisationen, erklärt er. „Wir wollen mit dem Aufruf auf Menschen zugehen“, so Susanne Wagner. Die bisherigen Vertreter sind wichtige Multiplikatoren in Verbänden.

Konkrete Pläne, wie ein Konzert im Sommer und Präsenz beim interkulturellen Fest im September, wollen die Mitglieder zusammen mit Neuankömmlingen noch ausarbeiten.

Zunächst soll Interesse geweckt werden: Die Mitglieder verteilen in ihren Einrichtungen Flyer und werben auf ihren Internetseiten mit dem Logo. Seit Freitag hängt am Übergang Kaiserstraße am Stadthaus ein Plakat der Allianz.