Landesgartenschau 2026 in Mainz?

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Foto: Harald Kaster

Oberbürgermeister Michael Ebling möchte sein Vorhaben aus dem Wahlkampf in die Tat umsetzen und die Landesgartenschau 2026 nach Mainz holen.

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MAINZ. Es war eines seiner zentralen Anliegen im OB-Wahlkampf, nun will Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sein Vorhaben in die Tat umsetzen: Ebling will dem Stadtrat vorschlagen, dass sich Mainz für die Austragung der Landesgartenschau 2026 bewirbt. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing hatte das Bewerbungsverfahren zuvor eröffnet. Interessierte Kommunen können sich bis zum 15. Oktober 2020 bewerben. Die Ausrichterstadt soll 2021 bekannt gegeben werden.

„Die Austragung der Landesgartenschau 2026 in Mainz wäre eine große Chance öffentliche Grün- und Naherholungsflächen in der Landeshauptstadt aufzuwerten und dabei unser kulturelles Erbe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, teilt Ebling mit. „Ich denke da in erster Linie an ein grünes Band der Kultur von den Wallanlagen über das Römische Theater und die Zitadelle bis zum Rheinufer. Gerade Spuren aus der Römerzeit und dem Mittelalter finden sich hier wieder.“ Wenn es der Stadt Mainz gelingen würde, „dieses historische Erbe im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für eine solche Gartenschau mit attraktiven Grünflächen zu verbinden und weiterzuentwickeln, dann wäre das ein großer Gewinn für unsere Stadt“.

Ebling will dem Stadtrat seinen Vorschlag präsentieren

Mit der Bekanntgabe des Bewerbungsverfahrens und der Bewerbungsleitlinien könnten nun die ersten Schritte für eine Bewerbung gestartet werden. „Ich werde dem Stadtrat vorschlagen, dass wir uns für die Landesgartenschau 2026 bewerben. Hierfür werde ich mit allen Fraktionen sprechen und für meinen Vorschlag werben“, so Ebling.

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Geht es nach Wirtschaftsminister Wissing bieten Landesgartenschauen Städten und Regionen „die Möglichkeit, sich neu zu erfinden und dabei Orte zu schaffen, die zu echten Publikumsmagneten werden können. Sie bringen Freizeit- und Erholungsräume in die Stadt, die auch über die Landesgartenschau hinaus wirken.“ Ein Bewertungsbeirat unter Leitung des Wirtschaftsministeriums wird die eingereichten Konzepte bewerten, bevor der Ministerrat voraussichtlich 2021 die Entscheidung über den Landesgartenschau-Gastgeber 2026 treffen wird.

In einem Interview mit dieser Zeitung hatte Ebling vor einigen Monaten angedeutet, dass er die Austragung einer Landesgartenschau auch als Möglichkeit sieht, um den öffentlichen Raum in Mainz mit Landesmitteln dauerhaft aufzuwerten. So werden Investitionen zur Verwirklichung der gärtnerischen, landschaftsplanerischen und städtebaulichen Ziele seitens der Landesregierung bezuschusst. Die nächste Landesgartenschau findet 2022 in Bau Neuenahr-Ahrweiler statt. Es ist nach Kaiserslautern, Trier, Bingen und Landau die fünfte in Rheinland-Pfalz.