Integrationsprojekt in Mainz: Flüchtlinge bedanken sich zum...

Geflüchtete übergeben die Kunstwerke an Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (3.v.re.) und Detlef Placzek (Mitte), Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung.   Foto: hbz/Jörg Henkel  Foto: hbz/Jörg Henkel

Vorsichtig stellt Mohamed Al Mazri das braune Paket in den Aufzug. Jemand drückt auf einen Knopf, in den zwölften Stock des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und...

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MAINZ. Vorsichtig stellt Mohamed Al Mazri das braune Paket in den Aufzug. Jemand drückt auf einen Knopf, in den zwölften Stock des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz soll es gehen.

Mohamed ist vor dem Krieg in Syrien geflohen und lebt seit acht Monaten in Deutschland. In den letzten Monaten hat der 25-jährige an dem Projekt „Fit für den Job für Flüchtlinge“ des Instituts zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) teilgenommen. Das Institut arbeit seit 17 Jahren im Rahmen von Bildungsmaßnahmen mit der Landesregierung zusammen. Zum Ende der diesjährigen Finanzierungsphase bedanken sich die Teilnehmer unterschiedlicher Projekte mit zwei selbstgestalteten Bildern bei Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, für die Unterstützung.

„Wir haben als Team zusammengearbeitet“, sagt Mohamed, bevor er der Ministerin ein Bild überreicht. Begeistert von den Bildern und der Arbeit des INBI stellt sie fest: „Der Erfolg dieser Projekte zeigt uns als Landesregierung, dass wir auf einem richtigen Weg sind.“ Auch Placzek ist von Erfolg und Nachhaltigkeit der Projekte überzeugt. Das Institut zur Förderung von Bildung und Integration ist eine interkulturell ausgerichtete Bildungseinrichtung, in Mainz, deren Schwerpunkt die berufliche Bildung und Integration von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund ist. Geschäftsführerin Peimaneh Nemazi-Lohfink erklärt, dass ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit auf politischer Bildungsarbeit liegt.

Im Rahmen von drei unterschiedlichen Projekten sind die Bilder entstanden. „Kunst gibt vielen Teilnehmern die Möglichkeit Dinge auszudrücken, die sie sprachlich manchmal noch nicht kommunizieren können“, sagt Nemazi-Lohfink. Bei den Kunstwerken standen vor allem die Themen Chancengleichheit und Toleranz im Vordergrund.

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Auch die armenische Teilnehmerin Meri Petrosyan ist dankbar für die Unterstützung. „Ich habe während des Projekts viel über die deutsche Kultur erfahren und mein Deutsch verbessert.“, sagt sie. Ein besonderer Abschluss war die Überreichung der Teilnehmer Zertifikate durch Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Mohamed hat bereits konkrete Ziele für seine Zukunft. „Wegen des Krieges konnte ich mein Wirtschaftsstudium in Damaskus nicht beenden. Mein Ziel ist es in Deutschland weiterstudieren zu können“, sagt er.

Von Katja Neitemeier