Freundschaftskreis, der Verbindungen zur US-Partnerstadt...

2007, also zum 15. Geburtstag, reisten gerade mal 14 Mainzer nach Louisville. Der Grund: die Flugpreise über den großen Teich waren drastisch gestiegen.Fotos: FKML   Foto:

Louisville klingt französisch. Und so trat ein Mainzer dem Freundschaftskreis Mainz-Louisville bei, „weil die Partnerstadt ja gleich im Nachbarland liegt“. Marie-Luise...

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MAINZ. Louisville klingt französisch. Und so trat ein Mainzer dem Freundschaftskreis Mainz-Louisville bei, „weil die Partnerstadt ja gleich im Nachbarland liegt“. Marie-Luise Karst, zwischen 2006 und 2015 Präsidentin und heute Ehrenpräsidentin des Freundschaftskreises, erinnert sich lachend an diese völlige Fehlinterpretation des Mannes, der den eingetragenen Verein wieder verließ, als er aufgeklärt wurde, dass Louisville eben nicht in Frankreich, sondern im US-Bundesstaat Kentucky liegt.

2007, also zum 15. Geburtstag, reisten gerade mal 14 Mainzer nach Louisville. Der Grund: die Flugpreise über den großen Teich waren drastisch gestiegen.Fotos: FKML   Foto:
Marie-Luise Karst, Jordan und Laurie Gabbard aus Louisville, OB Michael Ebling, John Krueger und Franz-Josef Wertmann (v.l.) halten die Freundschaft am Leben.  Foto:

Jetzt feiert der Freundschaftskreis sein 25-jähriges Bestehen. Der aktuelle Präsident Franz-Josef Wertmann, wie seine Amtsvorgängerin ehemaliger Pädagoge des Otto-Schott-Gymnasiums, hat mit Akribie eine Chronik erstellt, die bei der Jubiläumsfeier am Mittwoch, 14. Juni, im Café Citadelle Mitgliedern und Gästen (darunter auch der Co-Chair von Sister Cities Louisville, Jordan Gabbard) vorgestellt werden wird.

Dabei ist das Band der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Mainz und Louisville viel älter als die offizielle Partnerschaft, die am 29. Mai 1994 durch den Mainzer OB Hermann-Hartmut Weyel und seinen Amtskollegen aus Louisville, Mayor Jerry Abramson, besiegelt worden war. Schon 1976 knüpfte die gebürtige Deutsche Marta Edie vom Deutsch-Department der Universität Louisville Kontakte zur Mainzer Uni. Studenten und Schulen, Sportvereine, Chöre und Künstler beider Städte kamen sich näher.

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Mitgliederzahl hat sich auf aktuell rund 150 halbiert

Noch im ersten Jahr der offiziellen Städtepartnerschaft ging eine erste Bürgerreise nach Louisville. 70 Mainzer nahmen daran teil. Bei der Bürgerreise 2007 waren es nur 14, „weil die Flugpreise drastisch gestiegen sind“, analysiert Marie-Luise Karst. Auch die Mitgliederzahl des Vereins ist von ursprünglich rund 300 auf etwa 150 geschrumpft. Das ändert indes nichts am großen Engagement des Freundschaftskreises.

Und Wertmann wirbt dafür, „für nur 20 Euro im Jahr“ dem Freundschaftskreis beizutreten. Er verrät auch, dass der Verein zu seinem Jubiläum erneut bürgerschaftliches Engagement durch eine Brunnenspende für den Entenfängerbrunnen in der Flachsmarktstraße zeigt.