Coronavirus: Marktfrühstück verschoben, Rheinfrühling abgesagt

aus Coronavirus-Pandemie

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Wegen des Coronavirus wird der Auftakt des Mainzer Marktfrühstücks verschoben. Archivfoto: Maike Hessedenz

Wegen des Coronavirus werden in Mainz einige Veranstaltungen abgesagt, das Gutenberg-Museum wird geschlossen. Fünf weitere Menschen aus dem Landkreis Mainz-Bingen haben sich...

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MAINZ. Die Welle der Absagen wegen der Ausbreitung des Coronavirus überrollt auch Mainz: Nachdem am Morgen schon die Rheinland-Pfalz-Ausstellung (28. März bis 5. April) abgesagt wurde, trat um 17 Uhr nun Oberbürgermeister Michael Ebling vor die Presse und verkündete einschneidende Entscheidungen. So wird der Auftakt zum samstäglichen Marktfrühstück, der für 21. März geplant war, auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Bundesligaspiel Mainz-Leipzig am Freitag nächster Woche wird ohne Publikum stattfinden.

Auch der Mainzer Rhein-Frühling (4.-19. April) wird abgesagt, das Gutenberg-Museum geschlossen. Das Theater wird zwar geöffnet bleiben, aber es könnte sein, dass nur 500 Besucher zugelassen sind. Auch die Stadtschreiber-Amtseinführung wird abgesagt, die Sportler-Ehrung, Symposien und andere Veranstaltungen.

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Die Zahlen der Corona-Erkrankten ist am Mittwoch wieder angestiegen. Dietmar Hoffmann, Leiter des Gesundheitsamtes für Mainz und den Kreis Mainz-Bingen, erklärte, dass es in diesem Gebiet nun fünf neue Fälle gibt. Alle fünf Personen waren im Ausland, vier unabhängig voneinander in Ischgl in Tirol, eine in Südtirol. Die Fälle sind relativ leicht, alle Personen befinden sich in heimischer Quarantäne.

OB Ebling sagte, dass alles getan werden müsse, die Ausbreitung einzudämmen. „Es stellt sich die Frage, was können wir leisten? Und das ist auch sehr ernst zu nehmen.“ Veranstaltungen müssten reduziert werden, dabei spiele nicht nur die Größe, sondern auch die Art eine Rolle.

Versammlungsfreiheit wird eingeschränkt

Ab sofort werden im Rahmen einer Allgemeinverfügung bis 13. April alle Veranstaltungen mit über 1000 Personen untersagt, also bis Ostermontag. Alle Veranstaltungen über 500 Personen müssen bei der Stadt angezeigt werden.

Gesundheitsdezernent Dr. Eckart Lensch berichtete von einer Konferenz der Bundesligastädte, die nun einig sind im Ausschluss der Zuschauer.

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Ulrich Helleberg, Leiter Rechts- und Ordnungsamt, erklärte, dass die Versammlungsfreiheit eingeschränkt werde. Allerdings, so Ebling, hätten die Veranstalter von Fridays for Future ihre Demonstration selbst abgesagt.

Die Pressekonferenz im Livestream