Aus der Traum in Weiß: Stella Brautmoden muss schließen

Seit 2004 wurden in der Korbgasse Brautkleider verkauft.  Foto: Harald Kaster

Die Geschäftsräume in der Mainzer Korbgasse stehen leer. Wer ein Kleid sucht, hat aber vielleicht noch Glück: In einem Pop-up-Outlet findet der Ausverkauf statt.

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MAINZ. Wo man zuvor an einem Traum in Weiß vorbeikam, sieht man nun nur noch weiße Wände in leeren Räumen. Das Brautmodengeschäft Stella Braut- und Festmoden ist vom alten Standort in der Korbgasse 3 „vorübergehend in ein Pop-up-Outlet in der Großen Langgasse 8 umgezogen. Ein Aushang informiert die Passanten über den Verbleib des Geschäfts.

Die Büroräume über dem Alnatura in der zweiten Etage des Barmeniahauses dienen laut Inhaberin Christiane Gehr für die nächsten zwei bis drei Monate nur noch zum Ausverkauf der restlichen Brautkleider zu Sonderpreisen. Grund dafür ist die baldige Schließung des Ladens. „Wir sind seit etwa einem Jahr, auch wegen der Pandemie, nicht mehr richtig vorhanden. Dass wir schließen müssen, hatte sich aber schon längerfristig abgezeichnet“, sagt Gehr. Sie arbeite daher bereits seit einem Jahr in Teilzeit an anderer Stelle.

Keine geregelten Öffnungszeiten mehr

Für die potenziellen Kundinnen ihres Geschäfts bietet sie jetzt noch bestimmte Termine an, an denen die Möglichkeit besteht, die Ausverkaufskleider zu erwerben. „Danach ist Schluss“, sagt Gehr, die das Geschäft seit 2004 betreibt. Da es nun keine geregelten Öffnungszeiten mehr gibt, müssen die angehenden Bräute sich direkt vor Ort für ein Kleid entscheiden, in bar bezahlen und das Kleid gleich mitnehmen. Es gebe die Einigung, dass die durch den Ausverkauf generierten Einnahmen an den Vermieter der Büroräume gehen. Im Gegenzug habe Gehr die Möglichkeit, diese Räumlichkeiten in der Großen Langgasse für den Ausverkauf zu nutzen.

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Neuer Mieter ab dem 1. Mai

Wie Gehr verrät, soll es am dem 1. Mai am ursprünglichen Standort in der Korbgasse einen neuen Mieter geben. Denn der Vermieter des Geschäfts habe vermeiden wollen, dass dieser Standort im Herzen der Stadt lange leer steht. Auch Gehr bedauert den Wegfall ihres Geschäfts: „Leider muss ein etabliertes Fachgeschäft schließen. Das ist natürlich sehr schade für Mainz. Vielleicht kann ich eines Tages aber wieder in das Geschäft einsteigen“, hofft die gelernte Goldschmiedin.

Nachmieter des Brautmodengeschäfts wird ein Fachgeschäft für Massagesessel der Marke "Burgherr". „Bisher waren wir nur online aktiv“, sagt Inhaber Christoph Schmal. In Mainz solle nun das erste Ladengeschäft eröffnen. „Derzeit sind wir noch mit der Einrichtung beschäftigt“, so Schmal. Voraussichtlich Anfang Juni solle die Eröffnung stattfinden.