Arab Nil-Rhein Verein lädt Bürger, Parteien und Kirchen aus...

Nach Vorwürfen und einer Untersuchung sucht der Arab Nil-Rhein Verein das Gespräch mit Bürgern und Kirchen. Archivfoto: Sascha Kopp

Der Arab Nil-Rhein Verein lädt Parteien, Kirchen und Bürger zum Gespräch ein - Reaktion auf die Vorwürfe, dass es im Verein extremistische Bestrebungen gebe.

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MAINZ. Der Arab Nil-Rhein Verein lädt nach den Debatten der vergangenen Wochen zu einer Diskussionsveranstaltung in seine Räumlichkeiten in der Mombacher Straße 67. Das Ziel sei dabei, ins Gespräch mit der Bevölkerung zu kommen und eventuell offene Fragen zu klären, erklärt der Vorsitzende Samy El Hagrasy. „Wir wollen Transparenz schaffen und mit den Menschen in Dialog treten“, kündigt er an. Alle interessierten Bürger seien zu der Veranstaltung am Montagabend, 24. September, ab 18.30 Uhr eingeladen.

Außerdem hat der Arab Nil-Rhein Verein Einladungen an die Kirchen, alle Parteien außer der AfD und an die Schulen und Kitas, mit denen der Verein zusammenarbeitet, geschickt. Er wolle die Arbeit des Vereins in den vergangenen 20 Jahren vorstellen und den Besuchern anschließend die Möglichkeit geben, ins Gespräch zu kommen und sich über Verein und Kita zu informieren“, kündigt El Hagrasy an.

Ministerium lässt Verein überprüfen

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Es gehe darum, keine Vorurteile und Spaltungen entstehen zu lassen. Der Arab Nil-Rhein Verein war zuletzt in die öffentliche Diskussion gekommen, weil er in einem Gutachten zu den islamischen Verbänden in Rheinland-Pfalz erwähnt wurde. Ereignisse aus den Jahren 2016 und 2012/2013 begründeten Verdachtsmomente, dass es in dem Verein extremistische Bestrebungen geben könnte, hieß es dort. Daraufhin veranlasste das Bildungsministerium eine Überprüfung des Vereins, der begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat eine Kita betreibt. Die Überprüfung hat bereits stattgefunden, das Ergebnis ist allerdings noch nicht öffentlich bekannt.