Mainzer „Medizyniker“ Herbert Bonewitz stellt neuen Band „Spaß muss sein“ vor

Herbert Bonewitz stellt sein neues Buch „Spaß muss sein“ vor. Foto: Sascha Kopp Foto: Sascha Kopp
MAINZ - Wenn sich Herbert Bonewitz, der gerade sein 83. Lebensjahr vollendet hat, darauf besinnt, dass er als „Doktor humoris causa“ auch einen therapeutischen Auftrag hat, hat die Ernsthaftigkeit des Lebens nichts mehr zu lachen. Denn gegen die geht der Altmeister des subtilen Humors mit einer Rezeptur vor, die ebenso eingängig wie wirkungsvoll ist: „Spaß muss sein“.
Unter diesem Titel fasst Bonewitz Gedichte und Glossen, Kommentare und Erzählungen zusammen, vereint sie in einem 144 Seiten starken Buch, das er zudem mit zum Teil farbigen bonewitzigen Illustrationen anreichert und bringt sie im Verlag seines Sohnes Michael auf den Markt.
Glossierte Alltäglichkeiten mit Wiedererkennungseffekt
Die glossierten Alltäglichkeiten, von denen viele bei seinen „Patienten“ einen Wiedererkennungseffekt auslösen, die „medizynischen“ Erkenntnisse und versteckten Tipps finden sich in den fünf „Gefachen“ von Bonewitzens „Hausapotheke“ wieder. Beispielsweise als „Lachsaft“, „Spaßtabletten“, „Schmunzelcreme“, „Stimmungspflaster“ oder „Määnzer Witz-Tröppchen“. Nebenwirkungen ausgeschlossen.
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Am Sonntag, 20. November, wird Herbert Bonewitz sein jüngstes Werk während der Mainzer Buchmesse um 15 Uhr im Valencia-Zimmer des Rathauses vorstellen. Die Buchvorstellung am 1. Dezember im Unterhaus ist ausverkauft.
Das attestiert auch der „singende Chirurg“ Professor Chris-tian-Friedrich Vahl, der als Humor-Kollege auf der MCV-Bühne ebenso daheim ist wie in der Uni-Klinik. Der Direktor der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie war sich schon 2004 sicher, dass die Lachmedizin des Herbert Bonewitz hervorragend in die von der Allgemeinen Zeitung eng begleiteten „Nachtvorlesungen“ integriert werden kann – und wirkt. Ein guter Grund, Bonewitz die Idee zum Buch zu liefern. Allein das Vahlsche Vorwort zu „Spaß muss sein“ zeugt bereits von eigenem Satire-Talent, aber auch von großem Respekt, den der Mediziner dem „Medizyniker“ Bonewitz entgegenbringt. Vahl war es auch, der dem Autor den mit schelmischem Augenzwinkern versehenen „Dr. humoris causa“-Titel verliehen hat.
Die Laudatio für das nunmehr neunte Buch des Ex-Fastnachters und seit vielen Jahren gefeierten Kabarettisten war für Bürgermeister Günter Beck eine Premiere. Er, Gonsenheimer wie Bonewitz, bekannte bei der Buchvorstellung im Empfangsraum des Rathauses, dass er schon als Kind für Bonewitz und die damaligen „Gonsbachlerchen“ geschwärmt habe. Das Buch empfahl Beck dringend zur „Selbstmedikation“ und zur „Zwerchfellstimulanz“. Herbert Bonewitz, der Kostproben aus „Spaß muss sein“ zum Besten gab, bezeichnete sein neuestes Werk als „Serviceangebot für alle, die mal wieder herzhaft lachen wollen“ und als „Sammlung von Heilmitteln gegen miese Stimmung und schlechte Laune“.