Montag,
28.11.2016 - 10:16
2 min
Erste "offizielle" Testfahrt der Mainzelbahn
Von Michael Erfurth
Lokalredakteur Mainz
Es geht hinauf zum Campus: Drei Mainzelbahnen sind bei der ersten offiziellen Testfahrt unterwegs. Foto: Sascha Kopp
MAINZ - Nachdem in der Nacht zum Montag die MVG bereits die ersten, geheimen Testfahrten auf der 9,2 Kilometer langen Straßenbahntrasse zum Mainzer Lerchenberg durchgeführt hatte, waren am Morgen wie angekündigt die ersten „offiziellen“ Testfahrten unterwegs.
Großer Medienauftrieb gegen 8.45 Uhr in der Saarstraße vor der Arbeitsagentur: Aus Richtung Hauptbahnhof kommen drei Straßenbahnen angerollt für die offiziellen Testfahrten der neuen Mainzelbahnstrecke zum Lerchenberg. Im ersten Fahrzeug mit der Nummer 210, einer Adtranz-Niederflurbhahn, Baujahr 1996, sind Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) sowie die Spitzen der Stadtwerke und der MVG mit von der Partie.
Es folgen eine der eigens für den Schienennetzausbau angeschafften neuen Variobahnen mit der Nummer 233 und die Nummer 274, eine alte Duewag/Siemens-Hochflurbahn aus dem Jahr 1984. Die elektronischen Anzeigen aller drei Fahrzeuge zeigen die Fahrtrichtungen an: 53 – Lerchenberg Hindemithstraße.
„Wir testen alle drei Fahrzeuggenerationen auf der neuen Strecke“ berichtet Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne beim kurzen Stopp in der Saarstraße. Auch Ebling ist bester Laune. Dass die neue Straßenbahnverbindung am 11. Dezember in den regulären Betrieb geht, findet er klasse. „Kompliment an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Er sei auch froh, dass die zahlreichen Baustellen entlang der Strecke, die zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt hatten, nun Geschichte sind.
Die Verkehrsdezernentin strahlt über beide Ohren. „Ich bin so glücklich“, sagt Katrin Eder und fotografiert mit ihrem Smartphone. Für die Grünen-Politikerin ist der Straßenbahnausbau eine Herzensangelegenheit. Und mit den Testfahrten beginnt nun die Endphase des 90-Millionen-Euro-Projekts. Dass die AZ
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Während die Honoratioren kaffeetrinkend die Fahrt genießen, laufen MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof und Projektleiter Johannes Köck in gelben und orangenen Schutzwesten gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern der MVG und beteiligter Firmen die Gleise an der Saarstraße ab, schauen nach dem rechten und stoppen dort, wo noch keine Ampelanlagen grünes Licht für die Straßenbahnen zeigen, den Autoverkehr für die ankommenden Bahnen.
Die ersten Fahrten seien weitgehend reibungslos verlaufen, sagt Erlhof. Es seien nur kleinere Probleme aufgetaucht wie zum Beispiel an der Haltestelle am Marienborner Bahnhof, wo die Straßenbahngleise etwas zu dicht an der Kante des Haltepunkts liegen würden. „Das ist kein Problem. Bis zur Eröffnung bekommen wir das hin.“