Vorfahrtsvorteil durch neuen Kreisel?

Bei einer ganzen Reihe Anträge befasste sich der Ebersheimer Ortsbeirat mit dem Thema Rheinhessenstraße. Dabei traten die unterschiedlichen Akzente, die die Fraktionen...

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EBERSHEIM. Bei einer ganzen Reihe Anträge befasste sich der Ebersheimer Ortsbeirat mit dem Thema Rheinhessenstraße. Dabei traten die unterschiedlichen Akzente, die die Fraktionen setzen, zutage. Die SPD warb für einen kompletten Neubau des L 425-Abschnitts zwischen dem Gewerbegebiet Hechtsheim und der Abzweigung Gau-Bischofsheim. Außerdem soll der Landesbetrieb Mobilität nach dem Wunsch der Sozialdemokraten die Planungen zum Ausbau der Knotenpunkte im Ortsbeirat vorstellen. „Der gesamte technische Straßenunterbau ist in einem schlechten Zustand“, erklärte Fraktionschef Hubert Heimann, „auch die Straßenoberfläche ist in einem schlechten Zustand und hat mittlerweile einen gewölbten Charakter, der den Verkehrsfluss verhindert und gefährdet.“

Die CDU wünscht sich, dass die drei geplanten Knotenpunkte auf der Höhe Gau-Bischofsheim, Ebersheim und dem Messegelände so ausgebaut werden, dass ein späterer, mehrspuriger Ausbau der L 425 weiterhin möglich ist. Zudem plädieren die Christdemokraten erneut für eine eigenständige Rechtsabbiegespur aus Richtung Ebersheim. „Ich kann mir auch einen Kreisel da oben vorstellen“, blickte Torsten Schwarzer auf die Ampelanlage, an der sich vor allem morgens regelmäßig ein langer Rückstau aus Ebersheimer Richtung bildet. Die Grünen machen sich zudem für einen zentralen Umsteigepunkt mit einer Park-and-Ride-Anlage an dieser Stelle, wo die L 413 auf die L 425 trifft, stark. „Das Ziel ist, Ebersheim zu entlasten und eine Gesamtentlastung herbeizuführen“, erklärte Georg Rothenberg. Verkehrsentlastungen seien am ehesten über einen besseren, attraktiveren ÖPNV zu erreichen. Auch die Mainzer Innenstadt würde davon profitieren.

Einen Kreisel kann sich Rothenberg ebenfalls gut vorstellen, weil dieser für Ebersheim im dichten Berufsverkehr einen höheren „Vorfahrtsanteil“ mit sich brächte. Mit der Park-and-Ride-Anlage verknüpft sein solle eine Verlängerung der Straßenbahn vom Mühldreieck bis zum Ebersheimer Sportplatz. Die drei Anträge wurden ohne Gegenstimme befürwortet. Fünf Enthaltungen und eine Nein-Stimme gab es für den mehrheitlich angenommenen Antrag der Grünen auf eine neue Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Verlängerung der Straßenbahnlinie. Aktuell würden Forderungen danach mit Verweis auf ein Gutachten aus dem Jahr 1996 abgelehnt, wobei inzwischen eine ganz andere Linienführung avisiert sei und auch die Nutzerzahlen sich geändert hätten.