Polizei zu Silvester im Dillgebiet: "Wir appellieren an die...

aus Coronavirus-Pandemie

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Ein Glas Sekt lässt sich Silvester auch zu Hause im engsten Kreis trinken. Die Polizei hofft, dass sich die Menschen am letzten Tag des Jahres an die Corona-Regeln halten.  Symbolfoto: Peter Endig/dpa

Vor Silvester mahnen die Polizei im Lahn-Dill-Kreis und der Regierungspräsident, die Corona-Regeln nicht schleifen zu lassen. Bei Verstößen soll konsequent durchgegriffen werden.

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DILLENBURG. Jahr für Jahr fiebern zahlreiche Menschen auf den Silvestertag hin - dieses Mal wird aber vieles ganz anders. In Zeiten der Pandemie mahnen die Polizei und Regierungspräsident Christoph Ullrich, die Corona-Regeln nicht schleifen zu lassen.

Aber wie lief das zuletzt im Lahn-Dill-Kreis? "Grundsätzlich können wir feststellen, dass sich das Gros der Bürgerinnen und Bürger an die geltenden Beschränkungen hält", sagt Polizeisprecher Tobias Kremp. Die Ordnungshüter hoffen, dass das an dem Tag so bleibt, an dem normalerweise überall gefeiert wird. Vereinzelt komme es auch im Kreis immer wieder zu Verstößen von Einzelpersonen und kleineren Gruppen gegen Corona-Bestimmungen. "Corona-Partys sind von uns bislang nicht festgestellt worden."

Bürger hätten die Polizei in den vergangenen Wochen und Monaten aber durchaus in wenigen Fällen auf mögliche Verstöße gegen die Corona-Verordnungen hingewiesen, so Kremp. Die Beamten seien dann aktiv geworden und hätten diese zur Anzeige gebracht. Zum letzten Tag des Jahres schiebt er hinterher: "Sollten wir Kenntnis über Verstöße erlangen, werden wir diesen auch in der Silvesternacht konsequent nachgehen und dafür Sorge tragen, dass die bestehenden Bestimmungen eingehalten werden."

Und, wenn es zum Jahresabschluss doch zu Partys kommt? "Feiern und Versammlungen in der Öffentlichkeit sind nicht erlaubt. Die dringende Empfehlung ist, sich auch innerhalb privater Wohnungen daran zu halten", betont der Polizeisprecher.

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Auch Regierungspräsident Christoph Ullrich appelliert mit Blick auf Silvester an die Bevölkerung: Er rät davon ab, in großen Gruppen zu feiern, und hält fest: "Corona macht auch an Silvester einen Strich durch die Rechnung. Wir alle sollten besonnen bleiben und uns an die Regeln halten - auch und gerade an Silvester. Umso schneller bekommen wir die Situation hoffentlich in den Griff."

Abstand halten - so lautet Ullrichs Appell. Und: "Lassen Sie die Finger von illegalen Böllern und verzichten Sie auf Basteleien jeglicher Art." Schon bei "normalen" Jahreswechseln heiße es nicht umsonst: Abstand ist das A und O, um Verletzungen und Brände zu vermeiden.

Ullrich: "Die Beschäftigten in den Krankenhäusern und der Rettungsdienste, die wegen Corona bereits enorm unter Druck stehen, sowie nicht zuletzt die Feuerwehren werden es Ihnen danken."

Die Polizei, so ihr Sprecher Tobias Kremp, werde "weiterhin verstärkt präsent sein" und in enger Abstimmung mit den Kommunen kontrollieren. Zudem werde sie durch die Bereitschaftspolizei unterstützt.

Auch er verweist auf das Verbot, Feuerwerkskörper an publikumsträchtigen Orten abzubrennen. So sollen Menschenansammlungen vermieden werden. Und: "Wir appellieren an die Vernunft jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers, sich an die gültigen Bestimmungen zu halten."