FWG gewinnt in den Ortsgemeinden ordentlich hinzu

In den Verbandsgemeinden rund um Bingen und Ingelheim profitieren Freie Wähler und Grüne von den Verlusten bei der SPD und der CDU.

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VG GAU-ALGESHEIM/VG RHEIN-NAHE/VG SPRENDLINGEN-GENSINGEN. Verluste bei den Bürgerlichen, Gewinne bei den Alternativen? Also in der VG Rhein-Nahe lässt sich das so nicht darstellen. Dort sind auf VG-Ebene zwar die Grünen mit einem Plus von 6,4 die Gewinner. Aber beim Blick in die Ortsgemeinden gibt es einen ganz anderen Sieger: die FWG. Beste Beispiele sind Gensingen (plus 10,4 auf 30,2 Prozent), Bacharach (plus 7,4 auf 41,6 Prozent) und Weiler, wo es nach einem Schub von 5,9 jetzt 42,5 Prozent gibt. Dort ist die CDU, die bis vor wenigen Jahren noch mit absoluter Mehrheit regierte, nach einem weiteren Minus von 12,7 auf nur noch 21,7 Prozent geschrumpft.

Gewinner und Verlierer in der VG Gau-Algesheim? Glasklar die CDU in Schwabenheim, die nicht nur den Bürgermeistersessel holte, sondern auch noch einen 15-Prozentsatz auf 32,1 Prozent machte und somit stärkste Kraft im Rat wurde. In Ockenheim hingegen ging es für die CDU um satte 9,1 Prozent nach unten – trotzdem bleibt sie mit 50,9 Prozent im Rat in absoluter Mehrheit.

Bemerkenswert ist – obwohl fast ja schon im Trend – der Sprung der Grünen von Gau-Algesheim nach vorn: 8,5 Prozent ging es für sie nach oben auf jetzt 26,1 Prozent und um 4,3 Prozent an den Sozialdemokraten vorbei.

In der VG Sprendlingen-Gensingen gibt es aus Grolsheim ein wahrhaft spektakuläres Stühlerücken zu vermerken. Nicht nur, dass die bisherige Ortschefin Heidi Hahn-Axt den Bürgermeistersessel ihrem 26-jährigen Mitbewerber Matthias Hang überlassen muss. Die WG Hahn-Axt hat auch noch den spektakulären Verlust von 40,3 Prozent zu verkraften, bleibt aber mit 29-Rest-Prozent immer noch zweitstärkste Kraft hinter der WG Hang, die von Null auf 54,7 Prozent in die absolute Mehrheit sprang.

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Von Hans-Willi Blum