Feuerwehren absolvieren realistische Alarmübung in Badenheim

Die Einheiten des Ausrückbereichs Sprendlingen mussten im Badenheimer Hof einen Brand löschen und sechs vermisste Personen retten. Wie beide Ziele erreicht wurden.

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SPRENDLINGEN/BADENHEIM. (red). Aufzuckende Blaulichter, Hilfeschreie, Rauch aus den Fenstern – manch ein Anwohner im beschaulichen Badenheim dachte zuerst an einen Großbrand im Badenheimer Hof. Was auf den ersten Blick so realistisch aussah, war eine Alarmübung der Feuerwehren Badenheim, Sprendlingen, Sankt Johann und Wolfsheim.

Durch die Übungsleiter Jörg Halberstadt (Badenheim) und Stefan Schramm (Sprendlingen) wurde folgendes Szenario eingespielt: Während im Keller des Gebäudes Wartungsarbeiten durch eine Firma durchgeführt wurden, entstand plötzlich ein Brand, der sich durch einen Kaminschacht rasend schnell im restlichen Gebäude ausbreitete.

Eine Tanzgruppe und die Mitarbeiter der Wartungsfirma konnten sich nicht mehr rechtzeitig ins Freie retten. Insgesamt sechs Personen wurden vermisst. Die örtliche Einheit Badenheim begann nach dem Eintreffen sofort damit, eine Menschenrettung über tragbare Leitern im Obergeschoss des Gebäudes durchzuführen. Unterstützung erhielten sie dabei im weiteren Verlauf durch die Einheit Wolfsheim.

Die Sprendlinger Kameraden setzten derweil mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung im Keller und über eine Treppe im rückwärtigen Bereich der Halle ein. Für ausreichend Wasser sorgten die Wehrleute aus Sankt Johann. Diese legten eine Wasserversorgung von der Appelbach zum Brandobjekt.

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Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit musste die Einsatzstelle großräumig ausgeleuchtet werden. Nach rund 30 Minuten ab der Alarmierung konnte an den Einsatzleiter gemeldet werden, dass alle sechs Personen gefunden und gerettet wurden.

Diese wurden durch Feuerwehrleute betreut und dem Rettungsdienst übergeben. Somit konnte sich im weiteren Verlauf auf die Brandbekämpfung, die Entrauchung mit mehreren Hochleistungslüftern und Bergung von Gasflaschen gekümmert werden.

Nach über einer Stunde waren alle Übungsziele zur vollsten Zufriedenheit erreicht und die Übung beendet. Erfreulich war neben dem guten und sehr schnellen Ablauf der Menschenrettung auch die hervorragende Zusammenarbeit der Wehren untereinander. Die letzte Übung in diesem Umfang hatte 2018 stattgefunden. Es zeigt sich, dass die Einheiten im südlichen Verbandsgemeindegebiet trotz der Corona-Pandemie in den vergangenen Jahren nichts an ihrer Schlagkraft verloren haben. Auch der Verbandsgemeinde-Wehrleiter Jan Ott machte sich vor Ort ein Bild und zeigte sich erfreut vom reibungslosen Ablauf der Übung.