VG Rhein-Selz: Rhein-Selz-Park-Investor Wolfram Richter will...

In diesen früheren Mannschaftsquartieren im Rhein-Selz-Park soll ein Hotel entstehen, dazu eine Sauna- und Wellnesslandschaft – und nun vielleicht auch ein Sportbecken?Archivfoto: hbz/Michael Bahr  Foto:

Zumindest hat er nicht Nein gesagt – und damit ist sie wohl endgültig eröffnet: die Diskussion um die zukünftige Hallenbad-Landschaft in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz....

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VG RHEIN-SELZ. Zumindest hat er nicht Nein gesagt – und damit ist sie wohl endgültig eröffnet: die Diskussion um die zukünftige Hallenbad-Landschaft in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz. Am Morgen nach der turbulenten Bauausschusssitzung (siehe Artikel rechts) saß Wolfram Richter, Investor im Rhein-Selz-Park, routinemäßig mit der VG-Spitze zusammen. Dabei kam auch die Idee von Jutta Hoff (Bürgerliste) auf den Tisch, Richter könnte seine geplante Sauna- und Wellness-Landschaft um ein Sport- und Lehrbecken erweitern und der VG für Schulen und Vereine vermieten. Vorgetragen wurde das vom Rhein-Selz-Park-Beauftragten Thomas Günther (CDU), der diesen Auftrag aus der jüngsten Ältestenratssitzung mitbekommen hatte.

Richter stellt Experten für Bäder und Saunen ein

Das Ergebnis fasste Günther hinterher im AZ-Gespräch so zusammen: „Herr Richter ist offen für diese Idee und bereit, darüber nachzudenken. Er kann sich das gut vorstellen, alles Weitere muss nun intensiv besprochen werden.“ Bei einem der nächsten Gesprächstermine soll ein Experte hinzugebeten werden, der in den vergangenen beiden Jahren fünf solcher Kombi-Bäderanlagen in der Schweiz und Deutschland entwickelt hat. Zudem gab Richter bekannt, gerade selbst einen Bäderfachmann eingestellt zu haben. Die Sache gewinnt also gewisse Konturen.

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Günther nahm Hoff derweil gegen Kritik in Schutz und sprach sich gegen voreilige „Denkverbote“ aus. „Ich bitte um etwas Gelassenheit. Wir steigen jetzt in die Gespräche ein.“ Klar sei für ihn, dass auch an einem möglichen neuen Standort das Angebot für Schulen und Vereine auf demselben Level gewährleistet sein müsste. Es sei aber eben auch nicht wegzudiskutieren, dass das Bad derzeit zwei Prozent der VG-Umlage auffrisst: „Das Bad verschlingt viel Geld und wird nie die Qualität eines Neubaus haben. Deshalb ist es berechtigt, über Alternativen nachzudenken.“ Es sei zwar richtig, jetzt Planungsaufträge für die Sanierung im „Oppti Mare“ zu vergeben, aber Günther sagt auch: „Die nötigsten Dinge müssen gemacht werden.“ Heißt im Umkehrschluss: ein Stoppschild für Luxussanierungen.

Hat der Betriebsleiter die Zahlen „schöngeredet“?

Verärgert zeigte sich Günther über die Tatsache, dass sich Badleiter Andreas Ziegenrücker in der AZ in die Debatte eingemischt hat: „Es ist ein Unding, dass jemand, der von der VG bezahlt wird, von selbst an die Presse geht. Dafür bräuchte er eine Genehmigung vom Chef der Verwaltung.“ Zudem habe Ziegenrücker seiner Ansicht nach die Zahlen des Oppenheimer Hallenbads „schöngeredet“.

Von Ulrich Gerecke