Verwaltung kann weiter auf BfU zählen

Traute Einigkeit – das war einmal: Die BfU-Vorsitzende Claudia Schneider (links) hat sich jetzt erstmals zum Austritt des Ersten Beigeordneten Marcus Becker geäußert.Archivfoto: hbz/Michael Bahr  Foto:

Der Verein „Bürger für Undenheim“ (BfU) reagiert gelassen und zurückhaltend auf den Austritt seines langjährigen Vorsitzenden und Ersten Beigeordneten der Gemeinde,...

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UNDENHEIM. Der Verein „Bürger für Undenheim“ (BfU) reagiert gelassen und zurückhaltend auf den Austritt seines langjährigen Vorsitzenden und Ersten Beigeordneten der Gemeinde, Marcus Becker (die AZ berichtete). Die Enttäuschung ist natürlich groß, den großen Knackpunkt, der zur Trennung führte, glaubt man nicht zu erkennen. Denn mit der inhaltlichen Ausrichtung wie auch einer innerlichen Neuaufstellung scheint die stärkste politische Kraft im Gemeinderat durchaus zufrieden zu sein, wie man aus einer Pressemitteilung der BfU herauslesen kann.

Seitdem Claudia Schneider das Erbe von Marcus Becker als Vorsitzende der Bürger für Undenheim übernommen hat, hat sich die BfU innerlich neu aufgestellt, heißt es in der Stellungnahme. Durch verschiedene Maßnahmen sei so nach einem erfolgreichen Generationswechsel in der BfU ein engagiertes und leistungsfähiges Team zusammengeschnürt worden: monatliche moderierte Gespräche aller Gremien, eine enge programmatische Verzahnung von Vorstand und Fraktion, monatliche Vorstandssitzungen und eine enge Abstimmung mit der Verwaltung in der Projektarbeit. Der Kontakt zu den Mitgliedern und Bürgern sei neben den vereinseigenen Veranstaltungen wie Winterwanderung, Herbstfeuer oder WeinNacht durch ein Mehr an Transparenz, Sprechstunden und gemeinsame Arbeitseinsätze gefördert worden, sodass sich jederzeit Interessierte in die Ausrichtung des Vereins hätten einbringen können.

„Leider haben all diese Bemühungen uns Marcus nicht mehr ins Team zurückbringen können“, äußert sich Claudia Schneider traurig. „Marcus Becker war mein Mentor in der BfU, er hat viel für den Verein getan und erreicht. Wir haben alles in unserer Macht Liegende versucht, um persönliche Differenzen durch Professionalität zu ersetzen. Diese Entwicklung, ein angesehenes und verdientes Mitglied auf eine solche Weise zu verlieren, habe ich nicht wahrhaben wollen“, stellt Schneider fest. Sie hofft aber, dass Marcus Becker durch diesen Befreiungsschlag zu seiner alten Professionalität in der Verwaltungsarbeit zurückfinden möge.

Das Programm der BfU hat seine Wurzeln in offenen Strategiesitzungen und einer Ausarbeitung von Claudia Schneider – damals noch unter dem Vorsitz von Marcus Becker, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Es sei detailliert und transparent jederzeit auf der Homepage des Vereins einsehbar. Durch Vorziehen des Projektes Sportplatz seien zwar Prioritäten verschoben worden, aber „wir haben in vielen Bereichen schon mehr anschieben können, als ursprünglich für diese Legislaturperiode realistisch angenommen werden konnte“, so der Fraktionsvorsitzende Helmut Best. Irritiert äußert sich Claudia Schneider über die Aussage von Marcus Becker, dass die BfU große Teile ihres Wahlprogramms nicht umgesetzt oder gar konterkariert habe – festgemacht am Thema Dorfentwicklung. „Dorfentwicklung ist in unserer Verwaltung ein ständiger Prozess. „Wir haben trotz des großen Aufwandes im Projekt Sportplatz bereits 2015 eine erneute Überprüfung angestoßen und Marcus erst kürzlich um Zusammenarbeit mit der BfU in diesem Thema gebeten – sobald die Arbeitsbelastung durch das Jubiläumsjahr dies für ihn zulässt“, so Claudia Schneider. Eine Zusammenarbeit innerhalb der BfU sei von ihm aber leider abgelehnt worden. Dennoch: Die BfU sei auch weiterhin gerne bereit, die Verwaltung und auch den Ersten Beigeordneten wie in der Vergangenheit bei der zeitlich intensiven Projektarbeit zu begleiten, so die Vorsitzende abschließend.