Dolgesheimer Grundschüler bringen Geschichte der „Backa...

Sichtlich viel Spaß hatten die Grundschüler bei ihrem Auftritt in der Turnhalle.Foto: hbz/Michael Bahr    Foto: hbz/Michael Bahr

Die Schulturnhalle war mit circa 200 Schülern und Eltern gut gefüllt, als die Leiterin der Grundschule, Barbara Neßler, den Abend eröffnete. Die kurze Ansprache galt dem...

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DOLGESHEIM. Die Schulturnhalle war mit circa 200 Schülern und Eltern gut gefüllt, als die Leiterin der Grundschule, Barbara Neßler, den Abend eröffnete. Die kurze Ansprache galt dem Dank an alle am Projekt „Hexe Backa Racka“ Beteiligten. Das waren zum einen die Schüler der Klasse 4 c, die unter der Anleitung ihrer Klassenlehrerin Katharina Umstätter den schauspielerischen Teil des Musicals absolvierten, zum anderen die Schüler der Klasse 4 a mit der Klassenlehrerin Dorothea Klein und die Klasse 4 b mit der Klassenlehrerin Svenja Grüner. Für den Chorgesang unter der Leitung von Marina Herrmann war die 4 a verantwortlich. Die Klasse 4 b stellte die instrumentale Begleitung der Aufführung.

Der Dank galt auch dem Verein „Kultschmiede“ aus Dolgesheim, der die Bühne und die Beleuchtung zur Verfügung gestellt hatte. Barbara Neßler betonte, dass ohne die Mitwirkung des Hausmeisters Michael Marx, insbesondere bei der Kulissenerstellung und als Vorsitzender des Fördervereins, es nicht gelungen wäre, die sechswöchige Probenzeit (circa drei Stunden je Woche) so erfolgreich abzuschließen.

Landung in einem Trinkwasserbrunnen

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Die lustige Geschichte der Hexe Backa Racka – geschrieben von Werner Schrader und mit den Melodien von Heinz Lemmermann unterlegt – konnte beginnen. Backa Racka wohnt mit ihren zwei Raben Knux und Knax im Feuchtwiesener Mischwald neben dem 17. Baum vom Feldweg nach Honigwabenzell. Backa Racka scheint die letzte der Hexenzunft zu sein und ihre Zauberkräfte haben nachgelassen, vor allem kann sie nicht mehr auf einem Besen fliegen, denn sie hat den Zauberspruch vergessen. Im Traum erscheint ihr der Spruch „Hexorali metaphoru!“ aber wieder und zum Vergnügen ihrer beiden Raben können sie gemeinsam durch die Welt fliegen. Eines Tages landen sie wegen fehlender Landepraxis mitten im Trinkwasserbrunnen des Dorfes. Dort stellen sie der pflichtbewusste Polizist Siehstewohl und seine Begleitung. Ohne Papiere ist sie natürlich ein Niemand und schon gar keine Hexe, denn die kann es nicht geben, weil man das ja in der Schule nicht gelernt hat. Wenigstens aber hat sie eine Adresse. Dort wird sie von der Polizei besucht, um den Besen zu konfiszieren, denn Backa Racka hat keinen Pilotenschein und der Besen muss ja ein Fluggerät mit einem verborgenen Motor sein. So hat sie noch einige Prüfungen und Turbulenzen zu überstehen, bis klar wird – sie ist tatsächlich eine echte Hexe, aber eine, die nur Gutes tut. Das endlich überzeugt die Dorfbewohner davon, dass sie doch bei ihnen bleiben und einen Job als Postzusteller übernehmen soll.

Mit diesem Stück präsentierten die Schüler eine Thematik, die kindgerecht und mit viel Witz darstellt, wie Menschen auf das Fremde, das Ungewöhnliche reagieren und was passiert, wenn man Wahrheit nicht wahrhaben will.

Der Beifall der begeisterten Zuschauer belohnte eine märchenhafte Aufführung, in der alle Schüler ihr musikalisches und schauspielerisches Können ausspielen konnten.