Band „Asozial im Weltall“ siegt bei „Rhoihessevision...

Beim Rhoihessevision Songcontest trat die Gruppe „Studio No. 1“ mit Frontfrau Dorothea Winter auf. Foto: hbz/Michael Bahr/   Foto: hbz/Michael Bahr/

Die Dolgesheimer Turnhalle bebte unter den teilweise martialischen Klängen der fünf Bands, die zum „Rhoihessevision Bandcontest 2017“ angetreten waren. Auf Einladung des...

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DOLGESHEIM. Die Dolgesheimer Turnhalle bebte unter den teilweise martialischen Klängen der fünf Bands, die zum „Rhoihessevision Bandcontest 2017“ angetreten waren. Auf Einladung des TV 1892 Dolgesheim kamen die Gruppen zur Auftaktveranstaltung anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums. Wie schon bei den vier vorangegangenen Contests traten die Bands mit einem jeweils rund dreißig Minuten dauernden Programm gegeneinander an. Die Besucher bekamen Stimmkarten, auf denen sie später ihre Lieblingsband ankreuzen konnten. Die Gruppe mit den meisten Stimmen sollte dann den Pokal als „Rhoihesse Band 2017“ mit nach Hause nehmen.

Alltag als Inspiration für die Texte

Am lautesten von allen war sicherlich die Heavy-Metal-Formation „Sindustry“ aus Frankfurt. Die 2013 gegründete Band rockte mit astreinem Sound den Saal und brachte das alte Gemäuer zum Vibrieren. Allerdings war diese Musikrichtung dann doch für das gemischte Publikum wohl etwas zu hart.

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Wesentlich ruhiger und melodischer ging es bei der Vorstellung der Truppe aus Nidderau „Tim Ahmed live“ zur Sache. Sänger und Namensgeber Tim Ahmed nimmt das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen als Inspiration für seine Texte. Entsprechend viel Tiefgang und Herzblut fließen dann auch in seine Songs ein.

Die Band „Asozial im Weltall“ aus Saarbrücken, die als erste Gruppe auftrat, behauptet von sich, die musikgewordene Bildzeitung zu sein, weil sie in ihren Texten keine Tabus scheut und kein Thema für sie zu heiß ist. Die zehn Akteure traten überwiegend mit Fliege oder Krawatte auf, was so gar nicht mit dem Namen harmonierte. Dennoch brachten sie die Zuhörer so richtig in Schwung und als überdimensionale, mit Luft gefüllte Fleischwürste durch den Saal geworfen wurden, war richtig der Bär los.

Mit Coversongs, die man nicht an jeder Ecke hört, glänzte „Studio No.1“. Die Band setzt sich zusammen aus Mitgliedern aus dem Raum Mainz-Wiesbaden und tritt hier häufig bei Weinfesten und Open-Air-Konzerten auf.

Die Schlussnummer des Wettbewerbs war die Band „Dynarchy“ aus Mainz, die mit experimentellem Elektro-Pop seit 2014 unterwegs ist. Ruhige Melodien mit starkem Elektrosound, begleitet vom starken Gesang Nadjana Gaffrons, war so etwas wie das Gegenmodell zu den anderen Bands.

Während der Umbauarbeiten auf der Bühne zwischen den einzelnen Auftritten stellte Marcel Hug, Organisator der Veranstaltung und im TV-Vorstand für die Pflege der Homepage sowie die Technik verantwortlich, die einzelnen Gruppen kurz vor und fasste ein paar Fakten über diese zusammen. „Bei den bisherigen Contests waren insgesamt 26 Bands angetreten“, ergänzte Hug.

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In der Zeit, in der die Stimmen schließlich ausgezählt wurden, spielte der Sieger des letzten Contests 2015, die Hürther Band „Keine Panik“, Stücke aus ihrem Programm.

Gewinner des Abends und damit Pokalsieger wurde die Gruppe „Asozial im Weltall“, die sich von ihren Fans gebührend feiern ließ. Den zweiten Platz belegte „Studio No.1“ gefolgt von „Tim Ahmed live“ auf Platz drei.