Hauseigentümer steht vor dem Nichts

Bis auf die Grundmauern heruntergebrannt steht die Haushülse in Manubach da. Foto: Jochen Werner

Zwei Tage nach dem Hausbrand, bei dem in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag 80 Hilfskräfte im Einsatz waren, ist das Unglück in seinem ganzen Ausmaß zu erkennen. Ein...

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MANUBACH. Zwei Tage nach dem Hausbrand, bei dem in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag 80 Hilfskräfte im Einsatz waren, ist das Unglück in seinem ganzen Ausmaß zu erkennen. Ein Bauzaun sichert das Gelände zur Straße hin. Heil geblieben ist lediglich der Holzverschlag vor dem Eingang des Hauses, unter dem noch fein säuberlich Kaminscheite aufgesetzt sind. Der Briefkasten hängt noch, ein Wäschekorb mit Ordnern steht im Vorhof. Von der Scheune sind nur noch verkohlte Balken übrig, sonst stehen wie im Wohnhaus lediglich die Außenmauern.

Nur Geldbeutel und Auto sind Eigentümer geblieben

„Als das Feuer bemerkt wurde, stand bereits alles lichterloh in Flammen“, berichtet Manubachs Ortsbürgermeister Karl-Richard Mades. Zum Glück sei dem Eigentümer, der das Anwesen zuletzt alleine bewohnte, nichts passiert. Nur: Außer dem Geldbeutel mit Bankkarten und seinem Auto ist ihm nicht viel geblieben, nur eine Schublade mit einigen Unterlagen hatte er vor den Flammen retten können. Dazu lediglich die Kleider, die er am Leib trug. Von einer zur anderen Sekunde stand der Mann, der aus Rheinhessen stammt, aber schon mehrere Jahrzehnte in Manubach lebt und sich von Beginn an total in die Gemeinschaft integrierte, vor dem Nichts. Mades weiß, dass dem Opfer, das in einem festen Arbeitsverhältnis steht und ein geregeltes Einkommen bezieht, in der Gemeinde bereits eine kleine Wohnung angeboten worden ist. Gleichzeitig werden die ersten Hilfsmaßnahmen geplant. Zwar sei das Haus versichert gewesen, dennoch sei rasche Hilfe notwendig, sind sich Mades und VG-Chef Karl Thorn einig. Im Ort könne man sich Benefiz-Konzerte vorstellen, so Mades, so stammten zwei Mitglieder der Coverband „Plan A“ aus Manubach. Sie hätten sich bereits Gedanken gemacht, dass man im Februar eine größere Veranstaltung in der Turnhalle durchführen könne, eventuell mit der einen oder anderen weiteren Band.