Mehr Wohnungen und eine Sporthalle

Ortsbürgermeister Dr. Werner Dahmen (CDU) hatte zur Einwohnerversammlung zur baulichen Entwicklung in Zornheim eingeladen – und über 130 Bürger waren in die...

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ZORNHEIM. Ortsbürgermeister Dr. Werner Dahmen (CDU) hatte zur Einwohnerversammlung zur baulichen Entwicklung in Zornheim eingeladen – und über 130 Bürger waren in die Lindenplatzhalle gekommen.

Das „Mehr-Generationen-Wohnen“-Projekt nimmt langsam Gestalt an. Zu diesem Zweck haben sich die Firmen Fischer und Co. sowie die BWL Wohnungsbaugesellschaft als Bauträger zusammengeschlossen. In der Gemarkung „Im Pfortengewann“ entstehen ab März/April 2018 fünf Häuser mit 39 zwei, drei- und vier Zimmerwohnungen, bei Wohnflächen von 33 bis 137 Quadratmetern. Außerdem ziehen eine Apotheke und Arztpraxis ein. Der Verkauf nur für die Zornheimer läuft drei Monate und endet am 15. Dezember.

Die Ortsgemeinde plant den Bau einer Drei-Feld-Sporthalle im Anschluss an den neuen Sportplatz an der Hahnheimer Straße. Die Gemeinde hat die benötigte Fläche bereits gekauft und der Gemeinderat hat die Offenlage des Bebauungsplans beschlossen. Der zur Halle gehörende Grundlagenbauplan ist vom Kreis bereits gekauft, der durch die Entscheidung des Ortsgemeinderates in der Form modifiziert wurde, dass in der neuen Drei-Feld-Sporthalle eine Tribüne für maximal 200 Personen errichtet werden soll.

Fläche mit drei unabhängigen Spielfeldern

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Der ortsansässige Architekt Gerold Diehl erläuterte in einer Power-Point-Präsentation die Bauweise und die Ausstattung der Drei-Feld-Sporthalle. Der Baukörper umfasst 50 mal 50 Meter und die Hallenfläche lässt sich in drei unabhängige Spielfelder mit der dazu passenden materiellen Ausstattung unterteilen. Die Halle ist eine Stahlkonstruktion und mit der neu gebauten Sporthalle in Nieder-Olm vergleichbar. Die Baukosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro werden durch den beantragten Zuschuss vom Land und von der Kreisverwaltung in Höhe von insgesamt einer Million Euro und durch den Baukostenanteil der Verbandsgemeinde Nieder-Olm von 0,95 Millionen Euro auf den Eigenanteil für die Gemeinde von 2,5 Millionen Euro heruntergedrückt.

An dieses Großbauprojekt schließt sich rechts und links der K 35 das geplante Gewerbegebiet „In der Bein“ von rund vier Hektar an. Zwischen dem Netto-Markt in der Nieder-Olmer-Straße und dem Sörgenlocher Weg soll ein neues Wohngebiet nach den Kriterien des sogenannten Zornheimer Modells entstehen. Gespräche mit den Grundstückseigentümern über den Verkauf der dazu notwendigen Grundstücke werden in Kürze aufgenommen.

„Was passiert denn überhaupt mit der Lindenplatzhalle?“, lautete die Frage einer besorgten Bürgerin. „Wenn die Drei-Feld-Sporthalle fertig ist, geht der Vereinssport hier ganz raus und die Lindenplatzhalle soll dann mehr geselligen Zwecken zugeführt werden. Der Seniorensport und das Mutter-Kind-Turnen werden wohl bleiben“, antwortete der Ortschef. Außerdem sei dort eine energetische und räumliche Sanierung in Planung. Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 225 000 Euro ist ein Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro von der Kreisverwaltung genehmigt worden, sodass sich der Eigenanteil für Zornheim auf circa 75 000 Euro beläuft.