Stadecken-Elsheim wird neu beleuchtet

Der Gemeinderat von Stadecken-Elsheim hat ein Ingenieurbüro beauftragt, die Umrüstung der Strassenlaternen auf LED-Lampen zu betreuen, die 455 000 Euro kosten wird.

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STADECKEN-ELSHEIM. Im vergangenen Spätsommer hat der Gemeinderat entschieden, die Straßenbeleuchtung im gesamten Ort auf stromsparende LED-Lampen umzustellen. Das Ingenieurbüro Knobloch wurde mit der Entwicklung eines Beleuchtungskonzepts beauftragt und stellte dieses nun im Rat vor.

Rund 455 000 Euro – so schätzen die Planer – werde die Umrüstung kosten. Diese muss die Gemeinde nicht allein finanzieren. 102 000 Euro an Fördermitteln hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bereits zugesagt, weitere zwanzig Prozent an Zuschüssen können beantragt werden, sobald die Maßnahme im Nachtragshaushalt verankert und dieser von der Kommunalaufsicht abgesegnet sei, erklärte Jana Brandstätter, die Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde. Außerdem werden wiederkehrende Beiträge zum Straßenausbau zur Finanzierung herangezogen.

„Wir haben uns alle Straßen daraufhin angeschaut, was sinnvoll ist und geprüft, wo Optimierungsbedarf besteht“, erläuterten Udo Knobloch und Michael Wagner ihre Vorgehensweise. Für den Großteil der Doppelgemeinde empfehlen sie sogenannte technische Lampen (ähnlich wie die zurzeit vorhandenen „Kofferleuchten“) in der Lichtfarbe 3000 Kelvin. Lediglich im Stadecker Ortskern seien dekorative Leuchten angedacht, für die vierfache Kosten anfallen.

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Da jedoch „alle Lampen, die jünger sind als 20 Jahre“, erhalten bleiben können, bestehe dort wenig Handlungsbedarf. Die komplette Erneuerung der Beleuchtung sei hingegen in den Straßen sinnvoll, die der Landesbetrieb Mobilität demnächst ausbauen will – und ebenso dort, wo Lampen älter sind als 50 Jahre, so die Planer weiter. Denn die alten Quecksilberleuchten sind, da ineffizient, nicht mehr Stand der Technik und müssen ausgemustert werden. Auch raten die Planer der Gemeinde zu überdenken, ob etwaige Lücken in der Beleuchtung ergänzt werden sollten.

Befürchtungen, die neue Beleuchtung könne von Anwohnern abgelehnt werden, seien nicht abwegig, sagte Wagner. Jedoch könne das Licht der neuen Leuchten „gezielt dorthin gelenkt werden, wo es gebraucht wird: auf die Straße, nicht in Vorgärten“. „Wir haben die neuen Standorte nicht am Schreibtisch, sondern vor Ort geplant“, bot er dem Rat eine Vor-Ort-Begehung an, um die Neuerungen zu verdeutlichen.

Als nächster Schritt soll bis Mai der Nachtragshaushalt aufgestellt und die Maßnahme beschlossen werden, damit sie wie geplant in diesem Jahr begonnen und 2020 beendet werden kann. Darin sind sich alle Fraktionen einig.

Das Ingenieurbüro Knobloch wird laut aktuellem Ratsbeschluss das Projekt betreuen und nun das Leistungsverzeichnis erstellen (Kosten dafür: 18 400 Euro).