Alles neu: Theke, Herd und Lüftung

Wie in den voherigen Sitzungen auch, beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Renovierung des Vereinshauses. Ortsbürgermeister Dr. Frieder März (FWG) berichtete, dass eine...

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SÖRGENLOCH. Wie in den voherigen Sitzungen auch, beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Renovierung des Vereinshauses. Ortsbürgermeister Dr. Frieder März (FWG) berichtete, dass eine Ortsbegehung mit den Vereinen stattgefunden habe, bei der der Vorschlag begrüßt wurde, eine professionelle Theke einzubauen.

Laut einem Angebot, das diesbezüglich abgegeben wurde, belaufen sich die Kosten dafür auf rund 30 000 Euro. Der Rat fasste schließlich den Grundsatzbeschluss, eine Theke einzubauen, mit der Maßgabe, dass nach günstigeren Alternativen gesucht wird und 30 000 Euro als oberstes Limit angesehen werden. Bevor es zu einer Entscheidung kommt, stimmt der Rat noch einmal darüber ab. Ebenfalls beschlossen wurde in der Küche einen neuen Herd (Kosten 2835 Euro) und ein neues Abzugssystem (Kosten 2475 Euro) einzubauen.

Ärger über fehlende Rücksprache mit Gemeinde

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Lüftungsanlage im Vereinshaus. Bei einer Gegenstimme sprach sich der Rat dafür aus, eine solche Anlage für 34 600 Euro einzubauen. Ortsbürgermeister März machte darauf aufmerksam, dass zusätzliche Kosten für Gerüstbau und Elektrik anfallen.

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Zwei Bauanträge, die im Rat behandelt werden mussten, sorgten bei den Ratsmitgliedern für Unmut. März führte zum ersten Antrag aus, dass der Rat dem Projekt bei einer Bauanfrage schon einmal zugestimmt hatte. Entstehen soll in der Oppenheimer Straße ein aus zwei Häusern bestehender Komplex. Die Kreisverwaltung lehnte dies ab und befürwortete dafür ein einzelnes, dafür aber größeres Gebäude. Franz Reischauer (FWG) und Klaus Willms (SPD) waren der Ansicht, dass die beiden Häuser sich wesentlich besser in das Gesamtbild eingefügt hätten, als das eine größere. Reischauer zeigte sich zudem deutlich darüber verärgert, dass die Kreisverwaltung offensichtlich die Entscheidungen des Rats nicht berücksichtige und die Situation beurteile, ohne vor Ort gewesen zu sein oder Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung zu halten. Bei einer Neinstimme und fünf Enthaltungen stimmte der Rat den neuen Plänen zu.

„Die Situation ist noch ärgerlicher als die eben“, meinte Willms bezüglich des zweiten Bauantrags, der ein Gebäude neben dem erstgenannten betrifft. Hier wurden Wohnungen für Montagearbeiter geschaffen und fünf Parkplätze, deren Anordnung der Rat in einer vorhergehenden Sitzung abgelehnt hatte, weil sie nicht getrennt voneinander nutzbar sind. Die Kreisverwaltung folgte auch hier nicht dem Beschluss des Gemeinderats. Ratsmitglied Helmut Krämer (FWG) warf dem Kreis vor, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Der Rat sprach sich bei einer Enthaltung gegen den Bauantrag aus, weil die Parkplätze nicht nutzbar seien und zudem die Baumaßnahme ohne Genehmigung schon vollzogen worden sei.