Schmackhaftes in Nieder-Hilbersheim

Im Zeichen der Kürbisse stand der Markt in diesem Jahr. Foto: Thomas Schmidt

Zusätzliche Standfläche und mehr Aussteller: Der Bauern- und Handwerkermarkt in Nieder-Hilbersheim hat mit seinem neuen Konzept überzeugt. Im Mittelpunkt stand diesmal der Kürbis.

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NIEDER-HILBERSHEIM. Auf dem Bauern- und Handwerkermarkt in Nieder-Hilbersheim drehte sich am Wochenende alles um den Kürbis. „Kürbis – groß, rund und gesund“ war das Motto der Veranstaltung, die in der kleinen Gemeinde wieder für volle Straßen und Gassen sorgte.

Auch wenn das Wetter diesmal nicht so mitspielte wie zuletzt, der Markt zog dennoch wieder tausende Besucher an. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es 2019 eine Reihe von Veränderungen. „Wir haben den Markt etwas umgestellt“, erklärte Ortsbürgermeisterin Rosemarie Jantz, die zugleich Vorsitzende des Vereins „Bauern- und Handwerkermarkt“ ist. Die Bühne wurde verkleinert, was den Platz deutlich aufgewertet hat. Außerdem wurde das Marktgeschehen entzerrt, indem zusätzliche Standflächen bereitgestellt wurden. So konnte das übliche Gedränge in den schmalen Gassen verringert werden, obwohl mit 90 Ausstellern diesmal sogar noch zehn mehr als 2018 vertreten waren.

Kaum zu übersehen im Ortsbild war der Kürbis, der nicht nur in verarbeiteter Form – sei es als Suppe, Pfannkuchen oder Chutney – für großes Interesse sorgte. Bei der Kürbis-Ausstellung konnte man Wissenswertes über verschiedene Sorten erfahren und sich über Anbau und Rezepte kundig machen. Als Hingucker entpuppten sich schwergewichtige Exponate wie die schlangenförmige „Herkulessnake“ oder der „Atlantic Giant“, ein orangefarbener Riesenkürbis, dessen größte Exemplare mehrere hundert Kilo auf die Waage bringen können. Mit rund 30 Kilo war der Giant in der Kürbis-Ausstellung zwar ein eher kleiner Vertreter seiner Art, aber dennoch beeindruckend.

„Da sind schon Mordsdinger dabei“, staunte ein Besucher über die Dimensionen, die ein solcher Kürbis erreichen kann. Derweil erkundigte sich eine Dame, wie man derartige „Trümmer“ am besten in den Kochtopf bekommt. Denn auch ein 30-Kilo-Kürbis muss erst mal zerlegt und in Form gebracht werden. Wenn das gelungen ist, darf sich die Kürbisköchin freilich auf einen schmackhaften und gesunden Imbiss freuen. Wie immer konnte der Bauern- und Handwerkermarkt mit einem großen Angebot an regionalen Produkten und Selbstgemachtem aufwarten. Steinofenbrot oder Wurstwaren, frisches Obst und Gemüse, Honig, Senf, Pralinen oder Marmelade zählten zum Sortiment.

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Dazu gab es Kunsthandwerk aller Art – angefangen von Korbwaren, Schnitzereien, Metallobjekten bis zu Schmuck, Einkaufstaschen oder selbst gestrickten Schals für die kalte Jahreszeit. Auch sportlich ging es beim Bauernmarkt wieder zünftig zur Sache, denn das traditionelle Strohballenrollen stand auf dem Programm. Den Anfang machte am Samstag die Konkurrenz der Ehrengäste, bei denen die gekrönten Häupter aus der Region Kraft und Geschick unter Beweis stellen mussten.

In Vierer- beziehungsweise Fünfer-Teams wurde ein 250 Kilogramm schwerer Strohballen durch einen Hindernisparcours bergauf gerollt. Ein haariges Unterfangen, denn für jedes nicht ordnungsgemäß passierte Hindernis hagelte es Strafsekunden. Neben „Rhoihesse-Träubcher“, „Wein De Luxe“, „Mixed Winners“ und „Die Gespritzte“ trat auch der Heimatverein „S’Kuddels“ mit an. Die Lokalmatadorinnen konnten den Heimvorteil ausnutzen und hatten am Ende knapp die Nase vorn. Doch auch die Königinnen und Prinzessinnen aus der Region hatten bei dem Wettbewerb eine wirklich gute Figur gemacht.