Restaurant Elder am Gau-Algesheimer Marktplatz öffnet am 18. März

Letzte Handgriffe für Martin und Bettina Holler, hier vor ihrem Gasthaus am Gau-Algesheimer Marktplatz. Foto: Thomas Schmidt   Foto: Thomas Schmidt

Schon länger verfolgen die Gau-Algesheimer mit Interesse, was sich im ehemaligen „Ratskeller“ am Marktplatz tut. Nachdem die früheren Wirte aus Altersgründen die...

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GAU-ALGESHEIM. Schon länger verfolgen die Gau-Algesheimer mit Interesse, was sich im ehemaligen „Ratskeller“ am Marktplatz tut. Nachdem die früheren Wirte aus Altersgründen die Gastronomie aufgegeben hatten, wurde das Gebäude kernsaniert. Nun liegen die Arbeiten in den letzten Zügen. Am 18. März soll das „Restaurant Elder“ unter neuer Führung öffnen. Auf den Namen für die Gaststätte kam Gastronom Martin Holler durch Abwandlung seines Familiennamens. „Im Bayrischen und Österreichischen ist Holler ein Synonym für den Holunderstrauch“, erklärt der gelernte Küchenmeister. Und der Holunder heiße im Englischen „Elder“.

Der gute alte „Ratskeller“ am Gau-Algesheimer Marktplatz hat indes nicht nur einen neuen Namen bekommen, er hat sich auch sonst stark verändert. Die vormals verwinkelte Gaststube ist kaum wiederzuerkennen. Im Erdgeschoss des Hauses ist ein großer, heller Raum entstanden, der durch Trennwände variabel nutzbar ist. Bewirtschaftet wird das Restaurant von Martin Holler und seiner Ehefrau Bettina. Die beiden gebürtigen Ingelheimer leben seit sechs Jahren in Gau-Algesheim und wollen nun dem traditionellen Gastronomiestandort neues Leben einhauchen. „Modern, schlicht und elegant“ soll das Ambiente ihrer Gaststätte sein.

„Wir sind keine Quereinsteiger“, betonen die neuen Pächter, die beide vom Fach sind. Martin Holler ist gelernter Koch mit Meistertitel und war zuletzt vier Jahre lang Küchenchef in einem Mainzer Hotel. Bettina Holler ist ausgebildete Hotelfachfrau mit Berufserfahrung im Hotelbetrieb. „Wir glauben, dass Gau-Algesheim ein schönes Restaurant braucht, und dass wir das richtige Konzept haben“, sind die Hollers überzeugt. „Die Lage auf dem Marktplatz ist Gold wert.“ Punkten wollen die Inhaber natürlich nicht nur mit Lage und Ausstattung ihres Restaurants, sondern auch mit Service und Angebot.

„Deutsche Küche, aber nicht 08/15“, versprechen sie den Gästen. Auf die Karte sollen Gerichte, die man nicht überall bekommt, aber auch das klassische Schnitzel wird nicht fehlen. Darüber hinaus will man wechselnde saisonale Angebote wie Spargel-, Wild- oder Pilzgerichte auf die Karte setzen. „Alles zu vernünftigen Preisen“, verspricht der Küchenchef, dem saisonale und regionale Produkte ebenso wichtig sind wie Fleisch aus artgerechter Haltung. Während sich Martin Holler im „Restaurant Elder“ voll und ganz auf die Küche konzentriert, ist Ehefrau Bettina für alles andere zuständig – also auch für die Weinkarte. „Wein ist definitiv meine Baustelle“, betont die junge Frau, die aus dem Ingelheimer Weingut Eppert stammt und 2005 Rheinhessische Weinprinzessin war. Ausschenken will sie im eigenen Restaurant gute Tropfen von einheimischen Winzern, aber auch internationale Weine.

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Während an der Speise- und Getränkekarte wohl noch bis zuletzt gefeilt werden dürfte, stehen die Arbeiten in Gaststube und Küche unmittelbar vor dem Abschluss. Die Böden sind verlegt, die Wände gestrichen, die Theke ist installiert und die Küche abgenommen. Was jetzt noch fehlt, sind vor allem Einrichtungsarbeiten, bei denen die ganze Familie mit anpackt.

Zwillinge spielen mitten im Einrichtungstrubel

Tische und Stühle werden aufgestellt, Geschirr und Gläser gespült und eingeräumt. Die Deko-Objekte müssen angebracht und Pflanzen an passender Stelle postiert werden. Mittendrin im Einrichtungstrubel sitzen Aaron und Adrian in ihren Kinderstühlchen. „Unsere jüngsten Mitarbeiter“, sagt Mutter Bettina mit Blick auf die einjährigen Zwillinge, deren Aktivitäten sich vorerst aber noch schwerpunktmäßig auf das Blättern im Bilderbuch beschränken.