Günter Mohr war 20 Jahre VdK-Vorsitzender in Bubenheim

Als Vorsitzender hört er auf, dem VdK in Bubenheim bleibt er aber als Beisitzer erhalten: Günter Mohr. Foto: Thomas Schmidt

„Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören. Deshalb gehe ich lieber jetzt und mache den Weg für Jüngere frei“, sagt der Mann, der dieses Jahr noch seinen 80. Geburtstag feiert.

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BUBENHEIM. Aus Bubenheim kaum wegzudenken und im sozialen Leben der Ortsgemeinde seit vielen Jahren bis heute im hohen Alter immer noch aktiv: Die Rede ist von Günter Mohr, der kürzlich altersbedingt sein Amt als Vorsitzender des VdK-Ortsverbands aufgegeben hat.

„Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören. Deshalb gehe ich lieber jetzt und mache den Weg für Jüngere frei“, sagt der energiegeladene Mann, der dieses Jahr noch seinen 80. Geburtstag feiert. Über 50 Jahre ist er schon VdK-Mitglied, davon war er, bis zur letzten Mitgliederversammlung, 20 Jahre lang Vorsitzender.

Von Engelstadt aus kam der gelernte Elektriker 1964 nach Bubenheim, wo er wenige Jahre später erste Kontakte zum VdK hatte. Als begeisterter Amateurfilmer – damals noch im Super-8-Format – dokumentierte er die Ausflüge des Ortsverbands auf Zelluloid. „Ich war damals auch der Kofferträger für die Alten“, lässt der agile Rentner wissen. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass Günter Mohr 1976 dem VdK-Bubenheim, der seit 1953 als selbstständiger Ortsverband bestand, auch beitrat.

So ging es im Verein weiter: Kassenprüfer im erweiterten Vorstand, Beisitzer im Vorstand und ab 1996 dann Zweiter Vorsitzender und Schriftführer. Der inzwischen verstorbene Herbert Heidemann war es, der Mohr dazu brachte, ihm als Vorsitzender nachzufolgen. In seinen Händen lagen nun die vielseitigen Aktivitäten des Ortsverbands wie Neujahrsempfang, Kreppel-Kaffee zur Fastnachtszeit, Stammtische, Grillabende, Weihnachtsfeiern und Ausflüge.

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Das alles wollte organisiert sein, obwohl der Ortsverband mit derzeit 53 Mitgliedern der zahlenmäßig kleinste im Landkreis Mainz-Bingen ist. Das Kümmern um soziale Belange steht an erster Stelle des Vereins, der auch Hilfestellung gibt mit sozialrechtlicher Beratung bei Fragen und Problemen mit der Rente, der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder der Anerkennung einer Schwerbehinderung.

Mit Stolz erinnert Mohr daran, dass die Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge immer hohe Beträge im Ort eingebracht haben. Die Vielseitigkeit des ehemaligen Vorsitzenden wird auch durch seine Freizeitaktivitäten deutlich: Tauchen war in der Zeit, als er bei Boehringer in Ingelheim beschäftigt war, seine große Leidenschaft. Höhepunkt war, und nun strahlen die Augen des Bubenheimers erneut, ein Tauchurlaub auf den Malediven mit Kameraden der Werksfeuerwehr.

Dem Ortsverband steht Mohr als Beisitzer weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Die Wünsche des Mannes, der auf zahlreiche Ehrungen, darunter die Verdienstmedaille des Sozialverbands, das Vereinsabzeichen mit Brillanten und die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden, stolz sein kann, sind das Weiterbestehen des Ortsverbands in Eigenständigkeit und die Fertigstellung der Vereinschronik in Buchform.