Feuerwehrgerätehaus Bodenheim-Nackenheim nimmt weitere Hürde

So soll es einmal aussehen, das Feuerwehrgerätehaus am Ortseingang von Bodenheim. Eine architektonische Besonderheit werden die abgerundeten Ecken sein, für die Mehrkosten von 25 000 Euro in Kauf genommen werden. Grafik: Architekturbüro Langfeld und Wilisch  Foto:

Einstimmig beschloss der Verbandsgemeinderat in seiner außerordentlichen Sitzung, das geplante Feuerwehrgerätehaus Bodenheim-Nackenheim weiter auf den Weg zu bringen. Er...

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VG BODENHEIM. Einstimmig beschloss der Verbandsgemeinderat in seiner außerordentlichen Sitzung, das geplante Feuerwehrgerätehaus Bodenheim-Nackenheim weiter auf den Weg zu bringen. Er stimmte der Entwurfsplanung einschließlich der Kostenberechnung zu, sodass der Baugenehmigungsantrag und der Antrag auf Zuwendung gestellt werden kann.

Nachdem in der Sitzung im Juni die Kostenschätzungen des Architekturbüros Lengfeld und Wilisch vorlagen und diese von 7,1 Millionen Euro ausging – weit mehr, als vorher angenommen wurde, entschied sich damals der Rat dafür, das Büro mit einer genauen Kostenberechnung zu beauftragen und auf Grund dieser über das Projekt zu entscheiden.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dr. Robert Scheurer (CDU) stellte gleich zu Beginn fest, dass die Kosten in Höhe von 7 064 905 Euro, den Betrag, den man sich als oberstes Limit gesetzt hatte, nicht überschritten worden seien. Man habe einen mittleren Qualitätsstandard gewählt und nur bezüglich des Bodenbelags im Hallenbereich sich für höhere Qualität entschieden. Für abgerundete Ecken am Gesamtbaukörper und weiteren Gestaltungselementen wurden Mehrkosten in Höhe von 25 000 Euro in Kauf genommen. Mit diesen architektonischen Besonderheiten soll dem Gebäude, das ja am Ortseingang von Bodenheim stehen wird, eine Eigenständigkeit verliehen werden.

Auch über Einsparungen gesprochen

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Andreas Dech vom Architekturbüro stellte ausführlich die Details des Gebäudes samt den Kostenberechnungen vor und zeigte die Einsparungen auf.

Auch André Konz vom Planungsbüro G TEC, der die technischen Anlagen erläuterte, wies auf die Kompromisse hin, die zu Einsparungen führten. Stefan Hauser von IPROconsult stellte die Planungen für die Außenanlagen sowie für den Umbau der Straßen vor.

Diskussionen gab es im Rat zur Fußbodenheizung, die in der Halle aus Kostengründen nicht eingebaut werden soll, sowie zum Verzicht auf Prüfungsanlagen für Winden und Pumpen, die ebenfalls vorerst nicht verwirklicht werden. Andrea Metelmann-Lotz (Bündnis 90 / Die Grünen) hinterfragte kritisch, ob man nicht auf „die runden Ecken“ verzichten sollte und das eingesparte Geld für die Ausstattung des Gerätehauses verwenden sollte.

Wehrleiter Bernward Bertram, der mit vielen Feuerwehrkameraden bei der Sitzung anwesend war, wurde zu einer Stellungnahme das Wort erteilt. Er berichtete, dass auch in der Feuerwehr lange Gespräche zum Neubau geführt worden seien. Er befürwortete die Planungen, wie sie vorliegen. Manches könne später noch in Eigenleistung und eventuell mit Hilfe der Ehrenamtsförderung des Kreises in Angriff genommen werden, so der Tenor seiner Ausführungen.

SPD-Fraktionssprecher Thomas Glück zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Planungen. Er hob positiv hervor, dass auch Vorkehrungen für eventuelle Nachrüstungen getroffen worden seien, wie zum Beispiel für den Einbau einer Schranke oder das Verlegen von Stromleitungen, sodass eventuell auch eine Ladestation für mit Strom betriebene Fahrzeuge gebaut werden kann.

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Als nächster Schritt erarbeitet das Architekturbüro den Bauantrag, der bis Mitte September eingereicht werden soll. Andreas Dech rechnet damit, dass bis Mitte Dezember die Baugenehmigung vorliegt, sodass im Januar mit den Ausschreibungen begonnen werden kann. Ende April 2018 könnte dann der Bau begonnen starten.