Nur noch drei Kinder: Obergrenze für Tagesmütter

Ab Montag, 6. April, gelten neue Regeln für die Kindertagespflege im Kreis Mainz-Bingen: Die Gruppengröße wird auf maximal drei reduziert. Entschädigungszahlungen sind in Planung.

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MAINZ-BINGEN. Tagesmütter im Landreis Mainz-Bingen dürfen ab diesem Montag, 6. April, nur noch bis zu drei Kinder betreuen. Diese Regelung sei auf Anraten des Gesundheitsamtes getroffen worden und gelte bis auf Widerruf, teilte die Kreisverwaltung mit. Für die Stadt Mainz gilt die gleiche Regelung, auch hier wird die maximale Gruppengröße auf drei Kinder reduziert. Damit bleibt die Kindertagespflege auch während der Corona-Krise weiterhin gewährleistet, wie von der Landesregierung entschieden. „Durch eine Verkleinerung der Gruppen sind aber soziale Kontakte und damit Infektionsketten reduziert“, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung.

Während die Kindertagesstätten, Krippen und Horte schon seit Wochen geschlossen sind und nur noch Notgruppen anbieten, läuft die Tagespflege weiter – was durchaus kontrovers diskutiert wird (diese Zeitung berichtete). Während der Landeselternausschuss der Kitas Rheinland-Pfalz forderte, die Betreuung durch Tageseltern weiter zu gewährleisten, gab es aus eben deren Reihen Kritik.

Nach der neuen Regelung entscheiden nun die Tagesmütter und -väter in Absprache mit den Eltern, welche drei Kinder weiterhin betreut werden können. Grundvoraussetzung: Es müssen immer die drei gleichen Kinder sein, es können nicht verschiedene Kinder an unterschiedlichen Wochentagen betreut werden. Das Jugendamt des Landkreises empfiehlt, nach Dringlichkeit des Betreuungsbedarfes zu prüfen und zunächst die Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen auszuwählen.

Für ausgefallene Betreuungen und Verdienstausfälle wird es eine Entschädigung geben, vorrangig aus den Hilfspaketen des Bundes und des Landes, teilt die Kreisverwaltung mit. Ansonsten werde der Landkreis prüfen, in welcher Höhe die laufenden Geldleistungen für die entstandenen Verdienstausfälle weitergezahlt werden können. Entsprechende Kriterien würden zurzeit erarbeitet.

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Die Eltern müssen ihre Beiträge nur dann zahlen, wenn tatsächlich eine Betreuung stattgefunden hat.