Ausgangssperre im Kreis Mainz-Bingen bleibt ausgesetzt

aus Coronavirus-Pandemie

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Zwei Nächte lang durfte in Mainz-Bingen, wie hier in Nieder-Olm, niemand vor die Tür - nun ist das Verbot passé. Foto: hbz/Stefan Sämmer

Wie auch viele andere Kreise setzt Mainz-Bingen die nächtliche Ausgangssperre weiter aus. Das Gesundheitsamt richtet allerdings einen deutlichen Apell an die Bürger.

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KREIS MAINZ-BINGEN. Der Landkreis Mainz-Bingen setzt die Ausgangssperre weiter aus und verfährt damit genau so, wie der Nachbarlandkreis Alzey-Worms. Man wolle jetzt die gerichtliche Entscheidung abwarten, nachdem die Stadt Mainz angekündigt hat, das Oberverwaltungsgericht anzurufen in der Sache. Das Gesundheitsamt des Landkreises meldet über das Wochenende 54 Neuinfektionen im Landkreis.

Der für das Gesundheitsamt zuständige Dritte Beigeordnete Erwin Malkmus schickt einen Appell an die Bevölkerung: „Diese Woche haben wir zweifelsohne die Auswirkungen von Ostern gesehen. Anders sind die hohen Infektionszahlen nicht zu erklären. Jetzt hoffen wir, dass die Zahlen nicht weiter in die Höhe gehen. Sonst bleibt uns nichts Anderes übrig, als weitere einschneidende Maßnahmen zu ergreifen. Mögliche Optionen wären die Rückkehr zum Notbetrieb in den Kindertagesstätten und die Schließung von weiterführenden Schulen beziehungsweise der Zurückführung zum Fernunterricht.“

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Zwar sei die nächtliche Ausgangssperre zunächst ausgesetzt, aber auch hier gelte die klare Bitte, sich an Regeln zu halten und mit zu helfen die Inzidenzzahlen wieder auf ein vernünftiges Maß herunter zu fahren. Malkmus: „Wir kommen beim Impfen voran - aber es wird noch einige Wochen dauern bis wir eine gute Quote haben. Halten Sie durch und helfen Sie mit!“