Sexualisierte Gewalt: Wo Frauen in Ingelheim Hilfe bekommen

Symbolfoto: In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen, das sind mehr als 12 Millionen Frauen.

Von sexualisierte Gewalt sind Frauen in allen sozialen Schichten betroffen, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingelheim. So kann Opfern geholfen werden.

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Frau Barroso da Silva, Sie arbeiten täglich mit Frauen zusammen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, was macht das mit Ihnen?

In meinem Ehrenamt als Gleichstellungsbeauftragte kontaktieren mich häufig Frauen, die Schlimmes erlebt haben. Ich versuche ihnen zu helfen, indem ich eine Schnittstelle zu Hilfsorganisationen bilde und Kontakte vermittle. Natürlich nehmen mich die Geschichten und Schicksale häufig mit. Für meine Stelle braucht man Einfühlungsvermögen und Sensibilität. Manche Frauen begleite ich monatelang, die Geschichten lassen mich dann nicht so schnell los. Zum Glück habe ich ein gutes Team, mit denen ich über diese Fälle anonym besprechen kann. Meine Familie unterstützt mich enorm in meiner Arbeit. Auch wenn mich meine Arbeit oft emotional mitnimmt, ist es mir wichtig, meinen kleinen Teil dazu beizutragen, gegen Gewalt an Frauen vorzugehen und dagegen zu kämpfen.

Was kann ich tun, wenn ich von Gewalt betroffen bin?

Ist jemand akut betroffen, also in Lebensgefahr oder wohnt mit dem Täter zusammen, sollte man sich auf jeden Fall an die Polizei wenden. Besteht keine akute Gefahr, findet man Hilfe bei den verschiedenen Beratungsstellen. Hier wird mit einem besprochen, welche Möglichkeiten und Angebote es gibt und welche rechtlichen Schritte man gehen kann. In Ingelheim kann man mich kontaktieren. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist 365 Tage, 24 Stunden erreichbar unter der Telefonnummer 08000 116 016. Für sexualisierte Gewalt ist der Frauennotruf die geeignete Beratungsstelle.

Warum werden Sie kontaktiert? Und ist sexualisierte Gewalt ein großes Thema in Ingelheim?

Gewalt gibt es überall. Frauen von allen sozialen Schichten sind betroffen. Gewalt geschieht häufig nur im Verborgenen. Nach Schätzungen werden 90 Prozent der Fälle nicht bei Behörden oder der Polizei gemeldet. Die Betroffenen sind oft überfordert oder schämen sich. Die Frauen, die mich kontaktieren, erleben häufig psychische und physische Gewalt in der Partnerschaft. Aber es geht auch viel um Sexismus auf der Arbeit. Einige Frauen werden von ihren Vorgesetzten gemobbt oder von Kollegen und Kolleginnen. Machtmissbrauch ist ein Form von Gewalt.

Am 25. November findet der Orange Day, der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, statt. Was ist in Ingelheim geplant?

Es werden beispielsweise Sitzbänke dekoriert, am Samstag, 26. November, gibt es auf dem Markt einen Verkaufs- und Informationsstand des Soroptmist Club Ingelheim, der Erlös wird an das Frauenhaus gespendet. Ein Infotisch beim Brotkorb in Frei-Weinheim bietet Informationen über die Organisationen und Beratungsstellen. Wegen der Energiekrise wollen wir dieses Jahr darauf verzichten, die Gebäude zu beleuchten. Um Energie zu sparen, wird in diesem Jahr nur die „Ingelummer Kerz“ entsprechend angestrahlt. Der Zonta Club Rheingau-Rheinhessen dekoriert einige Sitzbänke auf dem Sebastian-Münster-Platz und der Bahnhofstraße mit dem Zitat „Hier ist kein Platz für Gewalt“. Alle, die der Gewalt gegen Frauen ein Ende setzen möchten, sind eingeladen, ein Statement abzugeben, indem sie sich auf einer geschmückten Bank fotografieren und dieses Foto an vielfalt@ingelheim.de schicken. Die Fotos werden dann auf der Homepage der Stadt veröffentlicht.

Was kann jeder einzelne gegen Gewalt an Frauen tun?

Jeder kann seinen Beitrag leisten. Vertrauen sich die Betroffenen einem an, ist es wichtig, sensibel zu reagieren und Solidarität zu zeigen. Man sollte sie motivieren sich Hilfe zu suchen oder sie bei der Suche nach der richtigen Beratungsstelle unterstützen. Darüber hinaus ist es wichtig, bereits frühe Anzeichen und Warnsignale von Gewalt zu erkennen und als solche wahrzunehmen. Man sollte der betroffenen Person das Gefühl vermitteln, dass es richtig und wichtig ist, sich anzuvertrauen. Manche Frauen glauben, an der Gewalterfahrung selbst schuld zu sein oder zumindest eine Mitschuld zu tragen. Wichtig: Einzig der Täter oder die Täterin trägt die alleinige Verantwortung!